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Pfizer internationaler Pharmakonzern - Aktienanalyse

Pfizer Übernahmen : Wyeth und Pharmacia / International meistverkauften Medikamente / Viagra Erfinder / Geschichte Pfizer Konzern / Pfizer Aktie WKN 852009 / ISIN US7170811035

Pfizer ist seit der 68 Milliarden US$ schweren Übernahme der Wyeth im Jahr 2009 und der 60 Milliarden Übernahme der Pharmacia im Jahr 2002 zu einem der weltweit grössten Pharmakonzerne aufgestiegen.

Pfizer ist in allen Bereichen der Pharmabranche präsent und vereint Forschung, Herstellung, Vertrieb unter einem Dach. Im Jahr 2009 wurden über 50 Milliarden US$ umgesetzt und durch die Wyeth Übernahme wird der Pfizer Konzern in der Lage sein deutlich mehr als 60 Milliarden Umsatz zu erzielen.

In Pfizers Produktportfolio befinden sich 4 der weltweit meistverkauften Medikamente der Welt. Zu den Klassikern und Umsatzbringern zählen unter anderem : Viagra (Interessantes zu Viagra: Viagra sollte eigentlich ein Herzschutzmittel werden und wurde duch Zufall entdeckt), Lipitor, Effexor, Enbrel, Norvasc und Zolofit.

Wie bei fast allen in dieser Aktienanalyse vorgestellten Unternehmen wachsen die Umsätze, Gewinne und Dividendenausschüttungen seit über 20, 30, 40 Jahren. Verluste sind, zumindest bei den Marktführern in dieser Branche, so gut wie ausgeschlossen und ein Umsatzrückgang oder Stillstand bei den Gewinnen war zumindest in den letzten 40 Jahren nicht wahrnehmbar (Stagnation gab es bei einigen Unternehmen über einige Jahre - aber es war nie existenzbedrohend und die Dividenden, sofern man die Aktien nicht zu teuer gekauft hat, entschädigten in den letzten 30 Jahren und länger reichlich). Die ganz langfristige Aktien Fundamentalanalyse kommt nachdem die Unternehmen grob vorgestellt wurden. Hier die Zahlen der Pfizer Inc. aus den letzten Jahren:

Fundamentalzahlen  Pfizer Inc
Umsatz
Umsatz 2009    50,01 Mrd US$   
Umsatz 2008    48,30 Mrd US$
Umsatz 2007    48,42 Mrd US$
Umsatz 2006    48,37 Mrd US$
Umsatz 2005    51,30 Mrd US$

Gewinn vor Steuer
Gewinn 2009    10,84 Mrd US$
Gewinn 2008      9,77 Mrd US$
Gewinn 2007      9,21 Mrd US$   
Gewinn 2006    13,02 Mrd US$   
Gewinn 2005    11,49 Mrd US$

net Cashflow from operations
Cashflow 2009    16,58 Mrd US$
Cashflow 2008    18,23 Mrd US$
Cashflow 2007    13,35 Mrd US$
Cashflow 2006    17,59 Mrd US$
Cashflow 2005    14,73 Mrd US$

Hochprofitables Wachstum über Jahrzehnte für eine gesamte Branche ist sehr selten zu finden. In der Autoindustrie geht die Hälfte der Unternehmen innerhalb von 20 Jahren kaputt, genauso ist es in der Halbleiterindustrie oder auch schon im Einzelhandel. Erinnern Sie sich an Wang Laboratories dem Marktführer vor gut 30 Jahren im PC Bereich ? oder das Unternehmen Apple - die habe ich schon zweimal beinahe pleite gehen sehen? (Geld von Microsoft hat Apple bereits einmal gerettet, erinnern Sie sich?). Erinnern Sie sich an das halbe Dutzend Pleiten und Beinahe Pleiten der Firmen GM, Ford und Chrysler in den letzten 20 Jahren ? Erinnern Sie sich an den beinharten Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel in dem auch alte fest etablierte und renommierte Marken wie Karstadt, Woolworth nicht mehr in der Lage sind zu überleben und über Jahrzehnte mickrigste Renditen erwirtschaftet werden die weder den Eigentümern, noch dem Staat und letztens Ende auch nicht der Belegschaft nützen weil es sich um wirtschaftlich leider nur um sehr, sehr unsichere Jobs handelt ?


kleiner Hinweis
Die Stagnation der Gewinne und des Umsatzes sollte nicht isoliert betrachtet werden. Auch der Aktienkurs z.B. der Pfizer Aktie zeigt nicht alles. 99% aller Aktiencharts von Aktien berücksichtigen NICHT die Dividenden. Bei einer Aktie wie der Pfizer macht die Dividende jeweils zwischen 4% bis 7% jährlich aus. Diese Rendite die uns Aktionären als Dividende jährlich/quartärlich zufliesst ist auf den Charts nicht zu erkennen. Auch wenn der Aktienkurs einer Pfizer, dies dient jetzt nur als Beispiel, in den letzten 5 Jahren nicht gestiegen ist oder vielleicht optisch sogar gefallen ist, entspricht dies nicht der ganzen Wahrheit für uns Aktionäre.

Unser Totalreturn durch Kurssteigerungen lief bei der Pfizer gegen Null in den letzten 5 Jahren - relativiert sich jedoch und dreht sogar ins Plus wenn wir die Dividenden berücksichtigen. Meines Wissens werden die Dividenden auch nicht berücksichtigt wenn 2 Aktien direkt miteinander verglichen werden auf Seiten wie z.B. Onvista.de, finanzen.net und den tausend anderen Webseiten.

Zur Erinnerung: die Dividenden machen, je nach Untersuchung, langfristig zwischen 40% bis sogar 70% der langfristigen Rendite für uns Aktionäre aus. Genau diese Rendite ist auf 99% aller Charts denen wir im Internet oder in den Zeitungen begegnen gar nicht berücksichtigt da die Dividende komplett fehlt. Ich kann nur die Empfehlung geben so selten wie nur möglich auf einen Aktienchart zu schauen. Der Aktionär ist besser beraten wenn er gar nicht auf Aktiencharts schaut meiner Meinung nach. Besonders an extremen Wendepunkten wird ein Aktienchart uns eher verwirren und unnötig verängstigen oder unnötig ermutigen als er uns jemals ernsthaft helfen könnte. Ich überlasse das Geld anlegen nach Charts inzwischen sehr gerne anderen Anlegern.

In der ausführlichen Valueaktienanalyse wird anhand einiger Kennzahlen schnell sichtbar werden wo die Unterschiede liegen. Ich nenne vorab einige Zahlen. Die Eigenkapitalrenditen in der Pharmabranche bei den hier betrachteten Unternehmen liegen als Standard zwischen 15% (extreme und seltene Ausreisser nach unten) bis hin zu Eigenkapitalrenditen von weit über 50%. In der Autobranche liegt die Eigenkapitalrendite zwischen minus 5% bis maximal 12% in den allerbesten Jahren und auch nur ganz, ganz selten. Die Eigenkapitalrendite wird in der Autobranche ganz, ganz selten zweistellig. Die Eigenkapitalquoten der Pharmaunternehmen liegen zwischen 25% bis über 50%. Solide Polster mit denen man auch mehrere Jahre schwerster Krise überleben könnte. In der Autobranche liegt die Eigenkapitalquote in einem Bereich den ich jetzt lieber verschweige. Wer sich dafür interessiert soll sich einfach meine Autoaktienanalysen anschauen.

Diese Kennzahlenunterschiede werden in allen weiteren Bereichen der Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung deutlich. Die Top 5 oder Top 10 der Autobranche und auch die Top10 anderer Branchen sehen gegen die Top20 der Pharmabranche einfach kein Land. Um es kurz zu machen: in dieser Branche liegen die Chancen sehr, sehr gut eine oder mehrere Aktien zu finden die sich optimal für ein krisensicheres, chancenreiches und dividendenstarkes Depot eignen werden. Mit ausgewählten Pharmaktien können Sie sehr, sehr alt werden und gut durch jede Krise kommen und werden nach 10,20,30 Jahren mehr Geld verdient haben als 80% und mehr aller anderen Anleger. Aber wie immer müsst Ihr euch ein eigenes Bild machen. Es kann insbesonders in der Wirtschaft und an der Börse auch immer wieder alles anders kommen als man denkt.

Ein Tipp vielleicht noch. Bevor wir als Aktionäre eine einzelne Aktie anschauen, sollten wir immer wieder die Adlerperspektive einnehmen und versuchen die Welt aus der Macroperspektive zu betrachten. Nicht nur einzelne Unternehmen miteinander vergleichen sondern gleich ganze Branchen. Diese mentale Übung wird der Rendite für unser Depot sicher nicht schaden

Auch eine Google oder eine Apple sehe ich in 20 Jahren nichit mehr da wo Sie heute sind. Dafür ist der Technologiesektor wirklich vielzu schnell und die Branche hat sogut wie keine Eintrittsbarrieren. Facebook und Google sind mehr oder weniger Garagenfirmen. Ein paar pfiffige Studenten, einige Dosen Cola und lange Nächte in denen eifrig programmiert wird und Google (als Beispiel für ein Technologieunternehmen) hat in einigen Monaten schon einen ernstzunehmenden Konkurrenten. Das heisst nicht, dass dies unbedingt eintreffen muss. Aber das Risiko bei einer Google oder einer Intel auf Sicht der nächsten 20 Jahre das Geld zu verbrennen ist deutlich höher als das Risiko sein Geld mit einer Johnson und Johnson oder Pfizer Aktie zu verlieren. Und jetzt weiter mit der Unternehmensvorstellung.

Der Name Pfizer hat Deutschen Ursprung. Im Jahr 1840 emigrierte der Deutsche Chemiker Karl Pfizer in die USA und gründete 1849 die Charles Pfizer & Co. Zusammen mit der Wyeth arbeiten über 130.000 Mitarbeiter weltweit und helfen dabei über 38 Millionen Patienten. Über 20.000 hochtalentierte Kräfte arbeiten in der Forschung und Entwicklung, durch die Übernahme von Wyeth hat Pfizer meines Wissens zur Zeit die grösste Zahl an Forschern. Pfizer Produkte sind in über 140 Ländern der Welt verfügbar.

Die Webseite der Pfizer finden wir hier : http://www.pfizer.com/home/
Den Bereich für die Investoren und Eigentümer : http://www.pfizer.com/investors/

Durch die vielen Wünsche in den letzten Beiträgen wird diese Aktienanalyse die bisher grösste Zahl an analysierten Unternehmen beinhalten. Aktuell plane ich für die folgenden Unternehmen eine entsprechende Aktien Branchen Valueanalyse : Pfizer, Eli Lilly, Glaxo Smithkline, Sanofi Aventis, Roche Holding, Novartis, Johnson & Johnson, Bristol Myers Squibb, Merck & Co, AstraZeneca und Bayer. Ich hoffe, ich habe keinen vergessen.

Am Ende werden Milliarden und Abermilliarden an Umsatz und Gewinn vor unseren Augen liegen. Und wir werden anhand der gewonnenen Kennzahlen aus der Aktien Fundamentalanalyse in der Lage sein eine relative Aktienbewertung zu ermitteln.

Weitere Unternehmensvorstellungen aus dem Pharmabereich finden Sie hier :

Bayer AG

AstraZeneca

Sanofi Aventis

Viel Spass weiterhin mit den Valueaktienanalysen!

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