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Krisen - Chancen - Legendäre Kursgewinne seit 2009

Finanzkrise 2007-2009. Chancen durch Krisen. Wie haben sich einige der großen Aktienverlierer der Finanzkrise bis heute entwickelt?

Rückblick Aktienkursentwicklung der Verlierer in der Finanzkrise seit 2007 und Betrachtung der Dividenden und Kursentwicklung.

Wer schon länger das Spiel spielt hat in Interviews mit Milliardären und/oder Börsianern den Spruch gehört das jede Krise auch Chancen bietet. Alte Vermögen werden vernichtet, die Exzesse die sich angesammelt haben in der Volkswirtschaft und in den Unternehmen durch die "guten Jahre". Und neue Vermögen  entstehen. Alte Hasen reiben sich bei jeder Krise in freudiger Erwartung schon die Hände.

Das heisst die Unternehmen und Menschen machen aus Dummheit, Faulheit oder weil man sich einfach verschätzt Fehler die dazu führen das die Unternehmen/Volkswirtschaften in der Krise bzw. wenn es mal nicht so gut läuft mit den Problemen der Überproduktion (weil man ja an den Boom geglaubt hat der so einfach weiter geht), Fehlinvestition (natürlich .. Öl  geht auf 300 US$ Dollar und ab morgen gibt es kein Kali mehr. Also bauen wir neue Minen und bohren nach Öl wie die Weltmeister ----> mit dem Ergebnis das auf einmal das Angebot riesig ist und die Nachfrage WEIT hinter den Projektionen hinterherhängt) und der Überschuldung zu kämpfen haben. 

All diese Missstände werden in einer Krise zum Teil wieder gut gemacht und getilgt. Marode Unternehmen gehen pleite, faule Kredite werden (wie die Finanzkrise zeigt ist die Praxis dann doch etwas anders) abgeschrieben und die Kapazitäten/das Überangebot normalisiert sich auf einem Level bei dem die Unternehmen wieder Geld verdienen. 

Was für ganze Volkswirtschaften gilt gilt natürlich auch für den Mikrokosmos der Unternehmen und deren Aktien für die wir uns interessieren. 

Ein Unternehmen und dessen Aktienkursentwicklung die besonders erwähnenswert ist ist die Prosieben AG. Zum einen befindet sich die Aktie auch in meinem Depot seit dieser Zeit und zum anderen kommen jetzt wieder die Dividenden der Aktie. Wer damals gut gekauft hat und in der Krise die Nerven behalten hat schlackert ziemlich ungläubig mit den Ohren würde ich sagen. Ich sag es mal so.  Bis heute hab ich bei weitem mit keiner Spekulation in Aktien/Optionen so einen hohen (prozentualen als  auch absolut) Gewinn gemacht wie mit der Pro7 Aktie. Auch das Verhältnis Dividende im Vergleich zu dem Einstiegskurs der erst ein paar Jahre her ist ist unerreicht und wird vermutlich auf lange Zeit unerreicht sein. Eine Aktie die 500 % steigt, eine Aktie die 1000% steigt wird man als Aktionär der seit 20 Jahren dabei ist schon hin und wieder einmal haben, ausser man kauft immer zu Höchstkursen (Hello Average Joe! erinnert Ihr euch an die Grafik vor ein paar Wochen hier und was ich geschrieben hatte?). Kursgewinne von 2500%, 3600%, 4000% sind auch in der Welt von Soros & Co. eher seltener zu finden. (Heute gelesen, Softbank hat vor  einigen Jahren als keiner die Bude kannte 20 Mio investiert in Alibaba und das Invest ist mit der heutigen Bewertung ca. 50 Milliarden wert)

Ich weiss gar nicht mehr was damals in 2007-2009 war. Defacto war es jedoch so, daß der Aktienkurs des Unternehmens und damit die Kapitalisierung der Pro7 dem einfach des Cashflow entsprach. Ich kann mich noch erinnern, daß es damals Gerüchte um die Zahlungsfähigkeit gab. Aber so richtig Substanz hatte das nicht. Praktiker war immer schon ein kleiner Loser, margenschwach, heute Gewinne und morgen schon nicht. Bei der Pro7 kann man von Margenschwäche nicht unbedingt reden. Der Fernseh-Markt ist schon ein anderer als der mörderische Einzelhandel. Dann war da noch etwas mit den alten Eigentümern/Hedgefonds. Aber so richtig, richtig am Brennen war es wirklich nicht. Die Entwicklung des Aktienkurses stand nicht im Einklang mit der Geschäftsentwicklung. Wer genau hingeschaut hat musste viel weniger Angst haben als es der böse Aktienkurs suggeriert hat. Im Grunde genommen war alles in Ordnung. Der Aktienkurs war einfach nur Panik, Panik steckt leider nur allzuleicht an. 

Es hat einen Grund warum Piloten und andere täglich gedrillt werden um auch unter Streßsituationen zu funktionieren und richtig atmen zu können. Genau das gleiche sollte man sich für Aktionäre wünschen (täglicher Drill mit Charts von Aktien die 95% verlieren und die mann dann steigen sieht). Der Prozess, diese Systematik, das man Aktienkurs/Emotionen und nüchternes analysieren überhaupt anwenden kann geht nicht von heute auf morgen. Genauso wie ein Junior-Pilot nicht von heute auf morgen die großen Dinger fliegen kann.

Es dauert Jahre bis man versteht, daß die Presse mehr der Feind ist als einem nützt in Investmentfragen. Es dauert Jahre bis man wirklich unabhängig ist von der Meinung anderer beim investieren und ein fallender Aktienkurs eher ermutigend ist als das er entmutigend ist. 

Ein Seth Klarman (Vorstellung Seth Klarman und andere Superinvestoren) erklärt den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Investor und einem nicht erfolgreichen Investor wie folgt. Das fett/kursiv markierte ist meine Betonung : 

The Differences between Successful and Unsuccessful Investors

Successful investors tend to be unemotional, allowing the greed and fear of others to play into their hands. By having confidence in their own analysis and judgment, they respond to market forces not with blind emotion but with calculated reason. 

Successful investors, for example, demonstrate caution in frothy markets and steadfast conviction in panicky ones. 

Indeed, the very way an investor views the market and its price fluctuations is a key factor in his or her ultimate investment success or Failure.

Das ist natürlich das Mr. Market Konzept nur in einer anderen Form was Herr Klarman erzählt. Ebenso ist da auch schon die Margin of Safety fast rauszuhören. Der Text stammt übrigens aus dem gleichnamigen Buch von Klarman (Margin of Safety). 

Noch ein kleines Spielchen zwischendurch. Warren Buffett lässt grüssen : Wenn man noch jung ist, sagen wir mal 20-35-40 Jahre. Und wenn man die nächsten 30 Jahre noch netto Sparer und netto "Investierer" sein wird. Also die nächsten Jahrzehnte möchte das sein Kapital wächst. Wünscht man sich dann lieber billige/tiefe Aktienkurse damit man möglichst viel kaufen kann oder wünscht man sich dann eher steigende Aktienkurse? wünscht man sich dann nicht lieber fallende Aktienkurse die nächsten 10-20 Jahre ? oder wünscht man sich steigende Märkte obwohl man noch lange, lange, lange Zeit sparen und investieren will ?? ... ich muss zugeben, daß ich in den ersten Jahren meines Investordaseins bei dieser Fragestellung ebenfalls jämmerlich versagt hätte...... Ihr merkt schon worauf Herr Klarman und Ich hinaus wollen. 

Vieles vom Erfolg an der Börse hängt von ganz anderen Dingen ab, die viel elementarer sid, als "nur" den billigen/hohen Einstiegskurs/Ausstiegskurs zu finden. 

Und wie es so kommt in einer Krise fallen alle Aktien sehr stark. Der Kursverlust im Dax und DowJones war teilweise der höchste seit 1929. Und in Einzelaktien wie der Pro7 teilweise verheerende Kursverluste. 

Was will dieser Artikel eigentlich sagen ? Ganz einfach. Wenn die bescheuerte Presse, wenn dumme Finanzjournalisten und Menschen im Fernsehen auf Panik machen, wenn die Titelseiten von Wirtschaftswoche, Capital, Fortune, Businessweek, Spiegel, Stern seit Monaten und Quartalen auf Weltuntergang machen.

Spätestens dann sollte bei einem Contrarian und Valueinvestor die Birne angehen. Spätestens dann sollte man sich fühlen wie ein junger Stier im Bordell (Warren Bruce Lee E. Buffett). Während anscheinend die ganze Welt verkauft und von Aktien nichts mehr wissen will sollte man genau das Gegenteil tun. 

Und bei all diesen endlosen Berichten, Interviews und Schlagzeilen wird die wichtigste Frage für einen Investor  nie gestellt : was ist die Aktie wirklich wert ? Welche zukünftige Rendite kann ich erzielen ? was passiert nach diesem 50% Kursverlust, 70% Kursverlust ? 

Diesen Fragen nachzugehen ist anscheinend nicht mehr Aufgabe der Presse. (die empfehlen höchstens zu verkaufen und vorsichtig zu sein - NACH dem 70% Kursrutsch....) 

Darum geht es der Presse auch gar nicht. Die Presse und der Reportermensch misst sich NICHT daran ob seine Reportage über die Krise, über den spektakulären Kursverfall der Aktie XYZ für den Leser später eine gute oder schlechte Rendite bringen soll. Ist denen völlig egal und mehr als 90% der Schreiberlinge wüssten diese Fragestellungen, mangels Wissen und Erfahrung, ohnehin nicht zu beantworten. Es geht denen um Auflage, viele Besucher der Webseite um damit "teure" Werbung für die Anzeigenkunden verkaufen zu können. Ob die Story Sinn macht letztlich und sich damit Geld verdienen lässt ist völlig egal. Das Gegenteil ist der Fall, umso oberflächlichler umso besser. Das gilt auch für die F.A.Z., Handelsblatt und Capital. Keiner will schliesslich lange, tiefe Artikel lesen und die Leserschaft "überfordern". Also lieber seicht, platt, dumm für jedermann. 

Jede Krise ist eine Chance ganz, ganz großes Geld zu machen. Manch ein Milliardär wurde erst durch eine Krise zum Milliardär. Weil er in der richtigen Stunde Mut und Durchblick bewiesen hat. In der Türkei/Irak gibt es einen bemerkenswerten Milliardär, der ist durch simples "illegales" importieren von Handyzeug reich geworden. 

Die Zittrigen haben an der Börse nichts zu suchen. Die Zeit zu kaufen ist nicht dann wenn alle kaufen..... und wenn alle verkaufen dann ....

jetzt die Bilder 



Der Tiefstkurs der Pro7 Aktie in der Finanzkrise war irgendwo um 0,90-95 Cent. Weniger als 1 Euro. Man hatte einige Monate lang Zeit diese Aktie tüchtig einzusammeln. Heute steht die Aktie bei 30, vor einigen Wochen bei fast 40 Euro je Aktie. 

In 2012 wurde eine Sonderdividende von über 5,60€ je Aktie gezahlt.
Jedes Jahr wurde eine Dividende gezahlt. In 2014 wird die Dividende für das Jahr 2013 1,47 Euro betragen. Also ... ich wünschte mir öfter Krisen oder wie seht Ihr das ????

Grüße.
Robert - der der die Krise nicht scheut

p.s.  bei Wallstreet-Online hab ich ziemlich am Tief zum Einstieg geblasen in 2008/2009. Wie schon ein paar Mal zuvor gut das Tief/Hoch erwischt. (Lustigerweise finde ich sogar oft das "Hoch" und nicht nur das "Tief")Und ich wette, ich wette einen Besen, daß kaum einer der es gelesen hat damals den "Mut" gehabt hat zu kaufen. Dabei war es sonnenklar oder doch nicht ? Ich bin im Nachhinein etwas traurig nicht massiv Haus und Hof beliehen zu haben (Aktien kaufen mit Kredit - Diskussion) ... aber gut... das wäre ein Thema für einen "Spekulationsblog" oder ? 
p.p.s. Krisen kann man nur nutzen wenn man Pulver hat was man dann verschiessen kann 
p.p.p.s. ich hab gut 90% meiner Position inzwischen verkauft vor einigen Wochen. Das wars in der Aktie. Jetzt ist alles wieder "normal". 
p.p.p.p.s. Gestern die Politiker, heute die Journalisten. Die Woche war gut :)

(Nachtrag 09.05.14) p.p.p.p.p.s. Gestern wie verhext auf einem Blog in der Nachbarschaft entdeckt. Einfach mal diesen Satz auf sich wirken lassen und ein paar Wochen darüber nachdenken was der Templeton da gesagt hat. Was das bedeuten könnte. Und was man entsprechend tun müsste in der Zukunft.  Dieses Bild/Satz passt zu dem hier geschriebenen sagt es nur mit anderen Worten. Man kann es nämlich auch so lesen : wer zur GLEICHEN ZEIT kauft/verkauft wie ALLE ANDEREN - hat auch die gleiche (schlechte) Performance (jetzt ist es vielleicht klarer was ich meine...)

Gesehen auf intelligent-investieren.net





Nachtrag 20.05.14 - Entwicklung Russland Aktien seit der Krise März 2014



wer vor 4-8 Wochen gekauft hat sitzt bei einigen der Russland und Osteuropaaktien inzwischen auf Kursgewinnen von 50% und mehr. Bei der VTB Bank habe ich jetzt per heute alles verkauft da ich neben der VTB in der Krise noch Sberbank und die Ungarn gekauft hatte im Bankensektor. Die 50% sind zuviel, zu schnell meiner Meinung nach. Im Großen und ganzen bleibe ich natürlich investiert, die Ungarn kann ich mir sehr gut auch als ganz langfristiges Unternehmen im Depot vorstellen. Auf diesem Niveau war das gut. Genau wie Gazprom. Und wieder einmal konnte man durch eine Krise Geld verdienen. Es kann gar nicht anders sein wenn man Unternehmen, die grundsätzlich funktionieren, zu lächerlichen Preisen kauft. Wenn man auf einem Niveau kauft wo es egal ist ob die Börse bald zumacht da man genug Spaß an den Dividenden/Zahlungsströmen haben wird. 

Einfach im Blog nachblättern was mit Griechenland und anderen Empfehlungen war. Eine oder drei Nieten hat man natürlich auch. Aber im Großen und Ganzen funktioniert das schon ganz ordentlich. Der DAX hat sich in den letztn 4-8 Wochen kaum von der Stelle bewegt. Einzelaktien im Nasdaq sind deutlich unter die Räder gekommen. Und das böse, böse Russland von dem man jeden Tag in der Presse liest erwies sich als vermutlich der beste Aktienmarkt der letzten Wochen. 

Einige andere Aktien in Russland haben deutlich mehr als 50% gemacht wenn man den richtigen Riecher gehabt und zum Tief gekauft hat. Ganz ohne Spekulation meiner Meinung nach. Risiko hin oder her. Für mich ist Russland selbst in der jetzigen Krise (kann sogar noch schlimmer werden und es passt - menschliche Schicksale aussen vor - ich rede von der Investorsicht) um ein VIELFACHES sicherer als jede Amazon und Tesla Aktie der Welt. In diesem Sinne. Hoffen wir das der Spuk bald vorbei ist und die Menschen in der Ukraine wieder friedlich leben können (diese Geschichte in Odessa lässt einem schon kalte Schauer über den Rücken laufen ... :( ). 

Nachtrag 20.05.14 Ende -------

Kommentare

Robert hat gesagt…
Heute in meinem Depot aufgefallen, kaum zu übersehen da die Position absolut gesehen die "Dickste" ist. Meine Gazproms sind auf einmal mit 12% im Plus. Ich hab ja bei weitem nicht am Tief gekauft. Wer am Tief im März gekauft hat sitzt inzwischen auf +40% Kursgewinn und hat in Zukunft vermutlich 15% Dividende oder mehr auf Einstiegskurs bis zum Nimmerleinsday. Kriseninvesting .. passt irgendwie dazu ...

Genau das Gleiche Spiel hatte dieser Blog damals auch bei BP .. was hat die Presse damals für ein Zirkus gemacht. Ohne Substanz, ohne Rechnung. Mutiger Anleger (darunter auch ein Seth Klarman) haben tüchtig gekauft in dieser Zeit ...

Grüße.
Robert

p.s. wenn Metro noch 20% verliert steich ich auch langsam wieder ein....
Egbert_S hat gesagt…
Ölaktien: Schau Dir mal CNOOC an (China National Offshore Oil Corporation). Fundamental immer noch extrem günstig bewertet.

www.gurufocus.com/stock/CEO

Aus Statoil bin ich leider etwas zu früh raus, die erhielten durch den strengen Winter in den USA nochmals einen Schub. Sind aber inzwischen nicht mehr günstig. Bei einem kräftigen Rücksetzer ist es jederzeit ein Kauf.

Meine eine Zeitlang fast tot geglaubten Nordex rappeln sich kräftig auf, auch Apple hat wieder 'nen guten Lauf.

Robert hat gesagt…
Moin Egbert, danke für den Tipp. Ich glaub mit Öl/Gas bin ich voll bis oben im Depot :). Zuviel Sektorwetten/Branchenwetten ist auch nicht sooo gut. Wenn die billig sind würde sich natürlich das "austauschen" ggf. lohnen. Müsste ich mir mal anschauen.

Kleiner Nachtrag im letzten Artikel - Kriseninvestments - Screenshot aus meinem Depot und was z.B. aus einer VTB Bank wurde. 50% Kursgewinn und mehr waren drin in Russland wenn man nicht zittrig war und einfach auf die Zahlen geschaut hat.

Diese Krise bietet im übrigen ggf. gute Einstiegsmöglichkeiten in die russischen EInzelhandelsaktien, manche können sich vielleicht erinnern (ich weiss, ich weiss..der Artikel ... :( ). Die sind halt leider immer noch nicht sehr billig.

Das der Markt in Russland übrigens schon sehr heiss war, von den Bewertungen, konnte man an der Mutter allen Übels gut erkennen. Diejenigen die die Welt mit einem Praktiker IPO unsicher gemacht haben hatten doch vor kurzem geplant die russische Tochter an die Börse zu bringen. Genau. Die Mutter des Bösen - METRO - wollte die russische Metro an die Börse bringen.

Anfängerfrage : warum gerade zu dieser Zeit ?

mögliche Antwort :
a) weil die Aktien sehr,sehr billig bewertet worden wären und der IPO quasi ein Geschenk Gottes für die neuen Eigentümer wird
b) weil der Markt einfach hot ist/war und man sogar für Unternehmensmüll Milliardenbewertungen zur Zeit bekommt

Grüße
Robert
Anonym hat gesagt…
Hey Value-Fans,

hab noch zwei weitere Kandidaten ausgegraben:

OJSC Rosneft: P/E 5,1 ; P/B 0,7 ; PFCF 2,4 und zahlen sogar eine Dividende von 3,14 %
http://quotes.morningstar.com/stock/s?t=OJSCY&region=usa&culture=en-US&ownerCountry=USA

SGTZY Surgutneftegas: P/E 3,7 und P/B 0,5
http://quotes.morningstar.com/stock/sgtzy/s?t=SGTZY

(Oder wurden die schon mal genannt hier?)

Wer sagte nochmal dass es sich lohnt Aktien unter Buchwert und mit niedrigem KGV zu kaufen?
Ah richtig, es war mein Freund Christopher H. Browne! Der meiner Meinung nach das beste Buch übers Value Investing
geschrieben hat was mir je unter gekommen ist. Einfach, klar, verständlich und was mir am meisten geholfen hat: meinungsbildend.
Könnte auch Buffets Bruder sein finde ich. Genau so eine ehrliche Haut und zehn mal klüger als die ganzen anderen Möchtegerns...
Wie sagt Bruce Greenwald über sein Buch, im Bereich Value Investing gibt es nichts besseres. So ist es!

Da werd ich doch gleich mal mein Value-Regal füllen wenns Mister Market her gibt, muss der Konsum mal wieder zurückstecken ;)

Grüße Sebastian
Anonym hat gesagt…
BuffeTTs Bruder war gemeint, mit doppel T!!!
Der größte Investor aller Zeiten möge mir meine Unfähigkeit verzeihen

Sebastian
Robert hat gesagt…
Moin Sebastian, ich glaub der Ölsektor in Russland ist der billigste weltweit. Lukoil, Surgut, Rosneft und natürlich der riesige, riesige, Super Riese Riese Gazprom sind deutlichst billiger als alles andere. Soviel politisches Risiko gibt es auch nicht mehr. Ich bin groß geworden mit einer Mauer in Deutschland, mit Leonid Breschnew, dem Afghanistan Krieg. Dort war doch JEDER Tag mehr Bedrohung letztlich als die aktuelle Krise... deshalb waren die Risikoprämien damals auch viel höher (was gut für Anleger ist / zur Zeit ist aufgrund der niedrigen Risikoprämien eher eine schlechte Zeit zum investieren - generell gesprochen). Klar gibt es Risiko. Eine Wal-Mart zum KGV von 40 kaufen ist dennoch mehr Risiko für mich als den vermutlich grössten Gaswert der Welt zum KGV von 3-4-5-6 ... der jährlich 20 Milliarden VERLIERT. , d.h. der Gewinn könnte "sofort" 20 Milliarden höher sein wenn westliche Standards irgendwann einkehren, weil er marode und ineffizient ist.... :) Grüße.Robert
Anonym hat gesagt…
Hallo zusammen,

erstmal ein großes Lob für den Blog. Bin erst vor kurzem darauf gestoßen und muss sagen ich bin begeistert. Tolle Artikel einerseits und intelligente Kommentare andererseits - weiter so!
Aus deinen bisherigen Artikeln kann man ja gut rauslesen, dass du dich viel mit Turnaround Geschichten befasst. Passend dazu würde mich interessieren, was du zu Südzucker sagst, nachdem die im letzten Jahr so runtergeprügelt wurden?
Das Ergebnis ist ja wahrlich nicht überzeugend, aber trotz allem handelt es sich doch um ein gesundes Unternehmen....

Gruß Tris

Robert hat gesagt…
Hallo Tris, Kommentare immer gern gesehen. Südzucker hab ich mir natürlich angeschaut, alles was minus 50% auf Jahressicht hat zieht mich erstmal an. Ich musste dann allerdings nach 10 Minuten feststellen, daß es doch viel Arbeit wäre sich einzuarbeiten. Hier ist ja mehr ein Gesetz der Auslöser glaub ich, wenn ich mich richtig erinner. Subventionen/Garantien laufen aus oder so ähnlich war die Geschichte. Von der Grösse und Substanz könnte das schon eine interessante Spekulation werden. Ich hab aber nicht wirklich Ahnung und hatte in diesem Fall keine große Lust weiterzulesen. Dann war da noch irgendetwas mit Substitut Produkten, wo Südzucker selber dran beteiligt ist zum Teil? - Zucker ist so ein bisschen wie Kohle. Auf dem Weltmarkt gibt es das Zeug für 1 X und in Deutschland musste man durch Subventionen 5x dafür zahlen. Wozu ? der Deutsche Verbraucher wurde quasi jahrzehntelang "betrogen" und ein paar Landwirte haben das natürlich weiter ausgenutzt. Jeder Kleinunternehmer geht pleite... Landwirte, Kohlebrüder werden dagegen jahrzehnte, jahrzehnte völlig durchgefütter und subventioniert. Ein Wahnsinn.... so reich ist dieses Land..andererseits wieviel reicher könnte dieses Land sein wenn dieser Wahnsinn endlcih mal beendet wird.
Anonym hat gesagt…
Hoi Valuegemeinde,

das Thema gerade scheint in Richtung geprügelte Werte zu gehen und dazu hätte ich noch einen Tipp vor allem wenn man kleine Werte weltweit sucht quasi a la Paul Sonkin :
Die Seite Barchart.com hat im Bereich Stocks auf der linken Seite den Reiter "New All-Time Lows", wenn man sich dann noch kostenlos registriert kann man sich die Ergebnisse mit den eigenen Lieblingsindikatoren wie Marktkapital, KGV, Dividende etc anzeigen lassen.
Finde ich genial und hab bis jetzt im Netz auch noch nichts vergleichbares gesehen. Auch noch ein Dankeschön an Egbert für den Wink mit Gurufocus.com das ist auch ne feine Sache. Wers grafisch mag für den sind evtl auch die Maps bei Finviz.com geeignet. So ich hau mich wieder vor WoW denn Uni fällt heut aus ;)

Grüße

Sebastian
Robert hat gesagt…
Mal ne Frage in die Runde. Kennt irgendjemand ein Depot bei einer Bank bei der der "Cashbestand" berücksichtigt wird bei der Berechnung der Depotzusammensetzung ? Bei Postbank : nein, gibts nicht / Cortal Consors hab ich es glaub ich auch nicht und bei der DAB BAnk bin ich nicht mehr und meine Erinnerungen sind schon verflogen. Eigentlich eine total simple Funktion und dennoch fehlt es ... womit man sieht das die Leute die in einer Bank arbeiten..alles mögliche tun aber als Hobby bestimmt KEINE Geldanleger sind... die reissen da einfach Ihren Job ab. Jeder Marketingmensch bei Onlinebroker XYZ müsste doch verstehen, daß das eine sinvolle Funktion wäre... zumal das ein Alleinstellungsmerkmal wäre... ach .. dann rechne ich weiter mit dem Kopf. Wenn einer eine Bank kennt dann bitte melden. Dann zieh ich mit einem Depot mal probeweise um....
Anonym hat gesagt…
Moin,
schau mal auf Maxblue. Bin mir nicht sicher ob ich Dich richtig verstehe, aber in meiner Depotübersicht wird die Liquidität in Euro und Anteil in % des Gesamtdepots angezeigt.

Besten Gruß
Stefan
Robert hat gesagt…
Hallo Stefan, ja genau... das "Liquidität in Euro und Anteil in % des Gesamtdepots angezeigt" kann schon nicht jede Bank/Depot. Was echt schade ist. Maxblue, Mist. Ich glaub die waren recht teuer immer (Als Deutscher Bank Aktionär soll mir das recht sein, als Nutzer weniger...). Danke für Info.
Egbert_S hat gesagt…
Das Mutterhaus, Deutsche Bank Online Banking & Brokerage, bietet das auch. Bei einem Großaktionär mit entsprechendem Depot ist man bezüglich der Gebühren bestimmt gern gesprächsbereit ... Falls nicht, rufe ich mal den Scheich an.
Robert hat gesagt…
genau. Ruf mal den Scheich an, hahahaha :) .. zumindest für Aktionäre sollte doch kostenlose Kontoführung und kostenloses Depot möglich sein :) (war maxblue nicht einer der wenigen der "nicht kostenlos" ist in Sachen Depotführung ? deshalb bin ich Halsabschneider auch immer bei DAB, Consors und anderen gelandet und hab nach +15 Jahren Deutsche Bank Kundschaft auch mein normales Gehalts/Girokonto woanders hingezogen.. 120 Euro im Jahr oder wieviel das war.. sind halt 120 Euro.... )

..... @ Privateer .. worauf wartest Du noch :).. war doch schon alles super. Ergänzen kannst immer noch

Deutsche Bank Aktie ist inzwischen auch schon wieder sehr interessant auf dem aktuellen Kurs.

Grüße und schöne Pfingsten schon mal. Sind ja 30 Grad + angesagt....
Egbert_S hat gesagt…
Frei nach Ideal: Denn nur der Scheich ist wirklich reich. Und dann kam da irgendwas von blauen Augen ... Lang ist's her.

By the way: Wer DB sagt, muss auch GS sagen. The root of all evil. Gibts zur Zeit als Sonderangebot, im Dutzend billiger.
Goldman Sachs. Fundamental günstig bewertet. Ich schwanke zwischen Moral und Dollarblick.

http://www.gurufocus.com/stock/GS
Robert hat gesagt…
Negative Zinsen. Heute Entscheidung der EZB. Blasen wir kommen :) ... In ein paar Jahren haben wir schöne Pleiten im Immosektor, LIeschen Müller verliert Haus und Hof. Amtsgerichte überlaufen mit Zwangsversteigerungen, die Bilanzen der Deutschen Banken vollgeklebt mit Immodreck der überbewertet ist ...
Robert hat gesagt…
Neues von der Spekulationsfront : Ich konnte gerade nicht widerstehen. DAX über 10.000 / so billig wie heute kann man selten Puts kaufen oder Optionen teuer schreiben / implizite Volatilität unter 15% / am ruhigsten ist es vor dem Sturm ? oder direkt im Auge des Orkans ? vielleicht hat der Bär schon angefangen und keiner merkts... Glückauf .. :).
Muffin hat gesagt…
Interessant sind auch wieder die Verkettungen. Wenn der Immosektor pleite geht, kommen die Versicherer gleich mit unter die Räder:
http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/nachrichten/niedrigzinsen-versicherer-draengen-in-den-immobilienmarkt/9989220.html
Freue mich schon auf die ganzen Schnäppchen, die am Aktienmarkt entstehen werden.

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