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Aktienanalyse Hochtief AG und Bilfinger Berger AG

Aktienanalyse Hochtief AG und Bilfinger Berger AG
Schwerpunkt Umsatz und Gewinnentwicklung


Fundamentalanalyse Hochtief AG und Bilfinger Berger AG. Welche Aktie ist zur Zeit günstig bewertet ? Wo lohnt sich der Einstieg unter fundamentalen Gesichtspunkten ?

So. Nach längerer Pause jetzt endlich die Fundamentalanalyse der Bauaktien. Im ersten Schritt betrachte ich nur die Hochtief AG und die Bilfinger Berger AG. Kurz darauf erfolgt dann eine Analyse der Bauzulieferer und Baukomponenten Unternehmen. Dafür habe ich mir die Wienerberger AG und Dyckerhoff AG ausgewählt die beide als global aufgestellte Zementhersteller unterwegs sind.

Im weiteren Verlauf werde ich die Liste der Bauwerte dann ergänzen so das zum Schluß 5 bis 10 Unternehmen durchleuchtet sind und sich ein statistisch schönes Bild ergeben wird. Welches Unternehmen und welche Aktie kaufenswert ist und von welchen Aktien man lieber die Finger lässt. Ich kann mir auch gut vorstellen, daß ich die Analyse dann noch um die eine oder andere Kennzahl erweitern werde.

Vorab kann ich sagen, daß sich zur Zeit kein Investment wirklich aufdrängt. Die klassischen Bauunternehmen sind nicht billig und auch nicht teuer. Wenn wirklich langfristig investiert werden soll und ein Depot jetzt erst aufgebaut wird dann kann bedenkenlos gekauft werden. Die Zeiten sind eher gut zum Aktien kaufen als das Sie schlecht sind.  Die Preise die ich für solide Unternehmen zahle sind immer noch verhältnissmässig moderat. Was ich gleich am Beispiel Hochtief und Bilfinger zeigen werde.

Bei den Zuliefer Betrieben sehe ich eine ganz spezielle Chance bei der Wienerberger AG. Diese Aktie ist meiner Meinung nach bereits im sehr billigen Bereich angekommen. Eine genauere Analyse der Wienerberger mache ich in der nächsten Zeit.

Fangen wir einfach einmal mit den Umsatzzahlen an. Ich nehme willkürlich einige Zahlen aus der Vergangenheit und stelle Sie jeweils gegenüber.


Beide Unternehmen standen im Jahr 1993 am gleichen Ausgangspunkt. Die Bilfinger Berger wies im Jahr 1993 sogar den höheren Umsatz mit 2.6 Mrd EUR aus. Die Hochtief erreichte im Jahr 1993 einen Umsatz von 2.4 Mrd. EUR. Das Bild nach 15 Jahren hat sich zumindest beim Umsatz schon dramatisch gewandelt. Hochtief hat durch Übernahmen wie zuletzt der Leigthon deutlicher an Umsatz zulegen können als die Bilfinger. Aber uns als Anleger sollte der Umsatz nicht allzusehr kümmern.  Höherer Umsatz ist noch lange kein höherer Aktien Kurs Gewinn, höhere Dividende  und bedeutet auch nicht zwangsläufig einen höheren Unternehmensgewinn.  Durch höhere Umsätze allein ist noch keiner reich geworden. Welchen Nutzen konnte die Bilfinger und insbesonders die Hochtief aus diesem explosiven Umsatzwachstum ziehen ?

Folgende Zahlen werden uns helfen das Geheimnis aufzudecken. Ich habe die Jahresgewinne aus den Jahren 1988 bis einschließlich 1995 addiert. Das gleiche geschieht in der Periode 1999 bis 2006. Dadurch haben wir zwei 8 Jahresperioden die wir vergleichen können. Das Ergebnis ist ernüchternd.



Trotz doppelt so hoher Umsätze hat die Hochtief nicht mehr Gewinn in der jeweiligen Periode erzielt als die Bilfinger Berger. Ernüchternd ist auch die Feststellung, daß Hochtief in der Periode 1999-2006 nicht mehr verdient als in der Periode 1988-1995. Ganz anders dagegen das Bild bei der Bilfinger Berger. Bilfinger konnte den Gewinn in der zweiten Periode um gute 90% steigern. Bilfinger verdiente in der ersten 8 Jahresperiode 297 Millionen EUR und war in der Lage in der zweiten Periode einen Nettogewinn von 567 Millionen EUR zu erzielen.

Das ist für den einen oder anderen Aktionär und Mitleser bestimmt eine neue Entdeckung. Die allgemein als klein wahrgenommene Bilfinger Berger lässt das Schlachtschiff Hochtief links hinter sich liegen. Für mich ist in diesem qualitativen Test die Bilfinger Berger der Gewinner. Hochtief war nicht in der Lage die Gewinne nachhaltig zu steigern und konnte auch aus deutlich höheren Umsätzen keinen Mehrwert in Form von höheren Gewinnen schaffen.



Fortsetzung folgt.



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