Aktienanalyse Energieversorgeraktien. Bei welcher Versorgeraktie lohnt der Einstieg. Welche der Stromaktien ist nach fundamentalen Gesichtspunkten billig oder zu teuer bewertet? Vergleich Aktienkennzahlen und Anwendung der Graham Regel.
Die Katastrophe in Japan könnte zumindest kurzfristig Auswirkungen auf die Aktienkurse der Energie und Versorgeraktien weltweit haben. Ob die Gewinne und Gewinnaussichten langfristig negativ beeinflusst werden, kann noch niemand sagen. (Ergänzung Japan vom 13. März 2011)
Unsicherheit führt auch immer dazu, daß sich Bewertungen dramatisch verbessern können. Aber wie Warren Buffett zu sagen pflegt : Unsicherheit (und damit fallende Kurse) ist der Freund eines langfristigen Investors. Im Original heisst es : Uncertainty is the friend of the long-term investor. In diesem Sinne sollten wir uns vor fallenden Aktienkursen nicht fürchten.
Viele Aktien fallen nur aufgrund der Stimmung an den Märkten (die Idee des Mr. Market die im Buch Intelligent Investor von Benjamin Graham vorgestellt wird hilft dieses Phänomen besser zu verstehen) und nicht wegen gravierender Veränderungen in der fundamentalen Lage eines Unternehmens. Bei großen Aktiencrashes werden erfahrene Investoren wie Warren Buffett sehr, sehr unruhig. Das sind die Zeiten, in denen man handeln muß,wenn man billig kaufen will. Letztendlich kann man wirklich, wirklich billig nur in Panikzeiten kaufen.
Wenn die Tsunami Katastrophe und die Horrormeldungen über eine Kernschmelze jetzt dazu führen werden, daß z.B. die E.ON Aktie panikartig verkauft wird und innerhalb einer Woche um 30% oder mehr fällt, dann muß genau gerechnet werden. Wie in diesem Blog z.B. bereits bei der BP Aktie, während der BP Ölkatastrophe im Golf gezeigt, haben große Kursverluste einer Aktie oft nicht viel mit der tatsächlichen Stellung und Gewinnsituation des Unternehmens zu tun. Das, was da im Kurs zu sehen ist, ist reine Panik der Anleger und nicht die Situation des Unternehmens.
Die Auswirkungen des Tsunamis in Japan auf die Wirtschaft und auf die Aktienkurse dürften nur von sehr, sehr kurzer Dauer sein und mehr psychologischer als von fundamentaler Natur sein. Die japanische Wirtschaft ist sehr, sehr groß. Ich gehe davon aus, daß die Leser dieses Blogs klar zwischen der menschlichen Katastrophe und der wirtschaftlichen Komponente unterscheiden können. Die Aktien der Baufirmen, besonders der japanischen, dürften kurzfristig noch um einige Prozentpunkte steigen. Bei dem Erdbeben von Kobe stiegen die Baufirmen innerhalb eines Tages um bis zu 30%. Es gibt bis heute jedoch keine bestätigten Meldungen, daß sich irgendjemand einen Tag vor dem Erdbeben rechtzeitig eingedeckt hatte. Als die Börse eröffnete, waren die Kurse der Baufirmen bereits um 30% gestiegen und kaum einer hatte diese Kurssteigerung von 30% voll für sich verbuchen können.
Chance in Japan für Bauaktien und Versorgeraktien ?
Ich muß ehrlich sagen, daß ich mir die Bauaktien, Baufirmen und Infrastrukturaktien in Japan jetzt gar nicht angeschaut habe. Ich vermute aber, daß die Entwicklung ähnlich sein könnte, wie bei der Kobe Katastrophe. Um den großen Wertzuwachs und die große Kurssteigerung mitzunehmen hätte man v o r dem Tsunami investieren müssen. Wer heute noch investiert läuft vielleicht bereits 30% oder 50% Kurssteigerung hinterher. Natürlich wären jetzt die Baufirmen eine logische Investitionsmöglichkeit sofern man Sie günstig findet. Lohnenswert wäre die Aktie einer japanischen Baufirma, die auch unabhängig von dieser Katastrophe funktionieren würde.
Das Beispiel Kobe ist nur ein Beispiel von vielen. Die Börse antizipiert innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde und antizipiert meistens erschreckend richtig. Schon wenige Minuten nach dem Erdbeben in Kobe hatten die Bauaktien und Infrastrukturaktien deutliche Kurssteigerungen und die Umsatz und Gewinnentwicklung der nächsten Quartale und Jahre vorweggenommen. Richtig Geld verdienen lässt sich nur im Vorfeld einer Katastrophe. Wenn einer wirklich in der Lage wäre Katastrophen und andere Ereignisse vorher zu sehen (und dies auch vor der Katastrophe zeitnah zu kommunizieren) wird wohl in Geld nur so schwimmen. Mir ist diese Spezie Hellseher bisher noch nicht begegnet. In einigen Foren brüsten sich natürlich wieder Anleger unter anonymen Pseudonymen damit. daß Sie kurz vor der Katastrophe Ihre Putoptionen der japanischen Versicherer oder was auch immer gekauft haben. Doch leider sind 99,99% dieser Beiträge erst nach der Katastrophe geschrieben, als die Bilder der Flutwellen bereits im Fernseher zu sehen waren und die Aktienkurse bereits deutlich fielen. Diese Spezie von Hellsehern kenne ich sehr gut. Die echten Hellseher sind leider rar.
jetzt noch japanische Versicherungsaktien kaufen ?
Eine andere Branche die von dem Tsunami in Japan in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, wären die Versicherer und Rückversicher, die ein starkes Engagement in Japan haben. Besonders die japanischen Rückversicherungsaktien und Versicherungsaktien könnten jetzt starkem Druck ausgesetzt sein und es kann sich das eine oder andere Aktienschnäppchen in einer Verkaufspanik für einen fundamental orientierten Anleger ergeben.
Was für die Bauaktien gilt, gilt für die Versichereraktien genau umgekehrt. Die Bauaktien hätten wir v o r der Katastrophe kaufen müssen ("leider" sind Katastrophen kaum planbar), die Versichereraktien dagegen können wir jetzt vermutlich billiger als vor der Katastrophe kaufen. Es fehlt nur die entsprechende Aktienanalyse für die japanischen Versicherer, um das eventuell vorhandene Missverhältnis von Preis und Wert aufzudecken.
Kurzfristig natürliche Verlierer durch das Naturunglück in Japan könnten und müssten ebenso die japanischen Versorgeraktien und Kraftwerksbetreiberaktien in Japan sein. Auch hier kann es nicht schaden sich die eine oder andere japanische Aktie von Energieversorgern und Kraftwerksunternehmen anzuschauen.
Womit ich schon bei einem weiteren Ratschlag von zahlreichen Profiinvestoren wäre : Man sollte den Kurs einer Aktie nicht mit dem Unternehmen verwechseln. Einem Anfänger fällt das natürlich erfahrungsgemäß viel schwerer als einem erfahrenen Investor. Die Medien verbreiten schließlich Horrormeldungen um Auflage und Leserzahlen zu produzieren. Eine echte und ausführliche Analyse will der sensationslüsterne Leser gar nicht lesen. Diese Verhältnisse, an denen sich seit hunderten von Jahren nichts geändert hat, kann der nüchterne Anleger zu seinem Vorteil ausbeuten. Jede Krise, wirklich jede Krise, bietet auch immer erhebliche Chancen (vorausgesetzt man hat Bargeld). Einige asiatische Völker benutzen für Krise und Chance das gleiche Schriftzeichen.
An der Energieversorgungsbranche führt noch viele Jahrzehnte kein Weg vorbei. Themen, wie Solar und Wind, sind noch lange nicht so effizient und ausgereift, um Atomkraftwerke oder Öl zu ersetzen. Das wird noch Jahrzehnte dauern, bevor es soweit ist. Auch eine Naturkatastrophe wie jetzt in Japan wird nichts an diesen Fakten und Notwendigkeiten verändern können.
Allgemeines zur Versorgerbranche und Entwicklung der Energiebranche
Allgemeine Informationen zur Energie, Strom und Wasserwirtschaft liefert die Webseite des Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft, die unter dem folgenden Link zu finden ist : http://www.bdew.de/
Auf der Seite finden wir unter anderem eine Übersicht über die Brutto Stromerzeugung in Deutschland. Aufschlußreich ist die folgende Tabelle.
Brutto-Stromerzeugung nach Energieträgern in Deutschland
Wir können sehen, daß auch der Stromverbrauch in einer Krise moderat abnehmen kann. Die Zahlen für den Stromverbrauch in 2010 und 2011 sollten demnach wieder nach oben zeigen. Im Vergleich zu der Automobilbranche, in der die Produktion um 30% bis 50% während der Krise eingebrochen ist, ist die Energiewirtschaft natürlich relativ stabil. Salopp formuliert : Eine Suppe wird schließlich auch in der Krise gekocht.
RWE AG
(die Abkürzung RWE bedeutet : Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG)
RWE zählt zu den führenden Strom- und Gasanbietern in Europa. Über 70.000 Mitarbeiter beliefern ca. 16 Millionen Kunden mit Strom und fast 8 Millionen Kunden mit Gas. Im GJ 2010 wurden 53 Milliarden € Umsatz erwirtschaftet. Der Ursprung der RWE geht zurück in das Jahr 1898. Die erste Aktiennotiz erfolgte im Jahr 1922 an der Berliner Börse (die Berliner Börse war damals die führende Börse / heute ist es die Frankfurter Börse). Große Teile der Aktien befinden sich im Besitz zahlreicher Deutscher Städte, Kommunen und Gemeinden und damit letztlich im Staatsbesitz. Über 80% der Aktien werden von institutionellen Investoren gehalten. Die RWE Aktie ist Teil des DAX und weiterer Indizes wie z.B. des Eurostoxx 50 Index.
Europa ist der Hauptmarkt für die RWE. In Deutschland ist die RWE der führende Stromanbieter, in den Niederlanden auf dem Platz 3 und ebenso in Großbritanien auf dem dritten Platz.
Am 24. Februar 2011 schlägt der Vorstand eine Dividendenausschüttung von 3.50€ je Stammaktie vor. Der Kurs der Stammaktien am 04.03.2011 beträgt 47,90 €. Damit ergibt sich eine Dividendenrendite von 7,3 %. Ende 2007 lag der Aktienkurs der RWE Stammaktie noch bei über 95 €.
1987 betrug der Umsatz des RWE Konzerns 13,28 Milliarden €. Die netto Umsatzrendite lag im Jahr 1987 für die RWE bei 2,9%. Die BIlanzsumme der RWE belief sich im Jahr 1987 auf 20,18 Milliarden €.
Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Umsatz 53 Milliarden € bei einer netto Umsatzrendite von 6,20%. Die Bilanzsumme in 2010 lag bei 93 Milliarden Euro.
Diese Zahlen bedeuten konkret: Der Umsatz und der Gewinn der RWE in den letzten 30 Jahren wuchsen langsam aber stetig. Konkret lag das Umsatzwachstum zwischen 3% bis rund 9% jährlich. Der Gewinn wuchs in den letzten 30 Jahren dynamischer und im Schnitt um jährlich 5% bis fast 9%.
Den Eigentümerbereich gibt es hier : http://www.rwe.com/web/cms/de/105818/rwe/investor-relations/
E.ON AG
(entstanden aus der Fusion zwischen den Versorgern VEBA und VIAG)
Um die Jahrtausendwende entstand durch die Fusion der Versorger VEBA und VIAG einer der größten Deutschen Konzerne mit den Schwerpunkten Energie und Spezialchemie mit damals rund 140 Milliarden DM Umsatz und 200.000 Beschäftigten (die Mitarbeiterzahl der E.ON in 2010 beträgt 88.000 Mitarbeiter). So glorreiche und historische Namen wie PreussenElektra und Bayernwerk gehörten damit der Vergangenheit an. Auch die Degussa, VEW, HEW, BEWAG und SKW Trostberg waren Teile dieses Konglomerates bei der Jahrtausendwende. Die VEBA und VIAG Aktien waren im Zeitraum 1987 bis 1999 einige der Highflyer im DAX. Die VEBA Aktie hatte z.B. eine Kurssteigerung von knapp 27 DM im Jahr 1987 auf über 120 DM im Jahr 1998 hinter sich. Auch die E.ON ist Teil des DAX und des Eurostoxx 50 und weiterer Indizes.
Der Kurs der E.ON Aktie lag im Jahr 1986 bei 4,28 €. Im Jahr 1997 bei rund 17 € und im Jahr 2007 bei durchschnittlich 35 €. Aller Krisen zum Trotz lässt sich mit langweiligen Aktien immer noch gutes Geld verdienen. Die Dividende in all diesen Jahren ist hierbei nicht berücksichtigt. Im Februar 2011 lag der Aktienkurs um die 23 €.
Die Netto Umsatzrendite der VEBA im Jahr 1987 betrug 2,7%. Im Jahr 1998 wurde eine Umsatzrendite von rund 4% erzielt. Der Cashflow je Aktie verdoppelte sich in diesem Zeitraum. Der Umsatz je Aktie stieg von 197 bis 1988 um den Faktor 1.5. Der Umsatz konnte von 1987 bis 1998 fast verdoppelt werden von 38 Milliarden Deutsche Mark auf 74 Milliarden Deutsche Mark.
Im Jahr 2002 machte die E.ON durch die Übernahme der Powergen auf sich aufmerksam, als man zum größten Energieversorger der Welt aufstieg. Ob dieser Drang zur Größe auch positives für die Eigentümer und Aktionäre und die Rendite gebracht hat, wird die Aktienanalyse noch zeigen. Vielleicht werden wir, wie so oft, feststellen, daß diese Übernahme und Expansionsorgien nicht mehr als ein PR-Gag sind und die einzigen die profitieren der Vorstand und Teile der Belegschaft sind.
Die Netto Umsatzrendite für die EON. AG lag im Jahr 1997 bei 3,7% und im Jahr 2007 bei 8,7%. Der Umsatz je Aktie lag in 1997 bei 26,22 € und im Jahr 2007 bei 35,26 €. Der Gewinn je Aktie in 1997 bei 0,97 €, im Jahr 2007 bei 3,70 €. Der Cashflow je E.ON Aktie lag in 1997 bei 3,16 € und in 2007 bei 4,48 € je Aktie.
Die Eigentümer finden Informationen über die E-ON auf der folgenden Seite : http://www.eon.com/de/39883.jsp
ENEL S.P.A.
Die ENEL ist der größte Energieversorger Italiens und der zweitgrößte Energieversorger in Europa. Große Teile des Aktienbesitzes liegen in Staatshand. Die Versorgerlandschaft in Europa war in den letzten 10 Jahren von einem Konzentrationsprozeß geprägt. ENEL hat in Zusammenarbeit mit dem spanischen Energiekonzern Acciona die spanische Endesa übernommen, und damit die E.ON im Bieterstreit ausgestochen.
ENEL bedient rund 60 Millionen Kunden in Europa, Amerika und Russland.
Der Umsatz je ENEL Aktie lag in 1997 bei 3,37 €, in 2007 bei 6,98 € je ENEL Aktie. Der Cashflow je Aktie lag in 1997 bei 0,79 € je Aktie und in 2007 bei 0.97 €. Der Gewinn je Aktie lag 1997 bei 0,28 € und in 2007 bei 0,67 € je Aktie. Die Netto Umsatzrendite lag in 1997 bei 8,4% und 2007 erreichte die ENEL eine Netto Umsatzrendite von 9,6%.
In der ENEL sind über eine Million kleiner Investoren und Sparer investiert. Der Anteil der instituionellen Investoren liegt bei 54% im Jahr 2010 (Stand Februar 2010). Die ENEL ist Teil des italienischen Aktienindex und des Eurostoxx 50.
Den Bereich für die Eigentümer finden wir hier : http://www.enel.com/en-GB/investor/
EVN AG
(Energieversorgung Niederösterreich)
Die EVN ist ein regional tätiger Energieversorger in Österreich. In den letzten Jahren erfolgte der Eintritt in die Märkte Ost- und Südosteuropas. Die EVN ist für Österreich das was eine RWE und E.ON für den Deutschen Investor sind. Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt uns auch was in anderen Ländern möglich ist, was dort verdient wird, welche Bewertungen für die Aktien im internationalen Vergleich gezahlt werden. Die EVN Aktie ist im Österreichischen ATX Index vertreten.
Der Umsatz je EVN Aktie in 1988 lag bei 529 österreichischen Schilling. In 1998 wurde ein Umsatz je Aktie von rund 1000 österreichischen Schilling erzielt. Die Netto Umsatzrendite lag 1988 bei 1,6% und 1998 erzielte die EVN eine Umsatzrendite von 9,4%. Der Gewinn je EVN Aktie lag 1990 bei 59 Schilling und 1998 bei 95 Schilling je EVN Aktie.
Die Eigentümer und Stakeholder der EVN AG informieren sich hier über Ihre Aktie und das Unternehmen: http://www.evn.at/Investoren.aspx
ENDESA S.A.
Endesa ist der größte Strom/Energieversorger Spaniens. Der Marktanteil in Spanien beträgt über 42%, stagniert allerdings seit über 10 Jahren auf diesem Niveau. Das stagnieren auf hohen Niveaus im Inland ist auch für die anderen Versorger als normal zu bezeichnen. In der Energieversorgerbranche ist ein hohes Wachstum ausser durch Expansion und Firmenübernahmen kaum zu erzielen. Im Jahr 2007 wurde die Endesa in einem langjährigen Übernahmekampf von der italienischen Enel und der spanischen Acciona übernommen. Die Deutsche E.ON zog sich aufgrund erheblichen Widerstandes seitens der Spanier, der Presse und auch eines während der Übernahmeschlacht erheblich gestiegenen Kaufpreises aus der Übernahme zurück. Die Endesa war, bis zur Übernahme, Mitglied im Euro Stoxx 50 und ist Teil des spanischen IBEX 35 Index.
Der Umsatz je Aktie lag 1987 bei 401 spanischen Peseten und wurde bis 1997 auf 1214 spanische Peseten je Aktie gesteigert. Der Gewinn je Endesa Aktie lag in 1987 bei 49 spanischen Peseten und in 1997 bei 160 Peseten je Aktie. Der Buchwert je Endesa Aktie belief sich in 1987 auf 347 spanische Peseten und 1997 betrug der Buchwert knapp 1700 Peseten je Aktie. Der Aktienkurs entwickelte sich ähnlich dynamisch in dieser Zeit. 1990 lag der Tiefstkurs der Aktie bei 440 Peseten, 1997 lag der Tiefstkurs der Endesa Aktie bei 2110 Peseten. Der Höchstkurs der Endesa Aktie war bei 3300 Peseten je Aktie in 1997.
Wie viele spanische Unternehmen hat auch die Endesa Beteiligungen und Töchter in Südamerika.
Die Eigentümer und Stakeholder der Endesa informieren sich auf der folgenden Internetseite : http://www.endesa.es/Portal/en/investors_new/3_financial_information/default.htm
GDF Suez
(vor der Fusion Suez Lyonnaise & Gaz de France)
Wie viele andere Unternehmen in dieser Fundamentalanalyseist auch die GDF Suez das Ergebnis einiger Übernahmen und Fusionen. Das Unternehmen GDF Suez entstand 2008 aus der Fusion der Suez und der Gaz de France. Wie auch bei den anderen hier vorgestellten Versorgerriesen ist auch die GDF Suez in Ihrem Heimatland in einer führenden Position. GDF Suez ist Energieversorger Nr. 1 in Frankreich und ist einer der größten Energieversorger in Europa.
Der Umsatz je Suez Lyonnaise Aktie lag 1988 bei 973 französichen Franc, in 1997 bei 3190 französischen Franc. Der Gewinn je Suez Lyonnaise Aktie stieg in dem Zeitraum 1988 bis 1997 von 20 französischen Franc je Aktie auf 67 französische Franc je Aktie. Die GDF Suez Aktie ist Mitglied des Eurostoxx 50 Index und des französischen CAC40 Index und zahlreicher weiterer Indizes.
Stakeholder und Eigentümer der GDF Suez Aktie finden wichtige Informationen und Meldungen auf der folgenden GDF Seite : http://www.gdfsuez.com/en/group/
Kurs-Gewinn-Verhältnis. Aktien-Analyse der Energie und Versorgeraktien von 1987 bis 1998
Nachfolgend eine Übersicht über die Entwicklung der Kurs-Gewinn-Verhältnisse und Gewinnrenditen der analysierten Aktien für die Jahre 1987 bis 1998.
Die Katastrophe in Japan könnte zumindest kurzfristig Auswirkungen auf die Aktienkurse der Energie und Versorgeraktien weltweit haben. Ob die Gewinne und Gewinnaussichten langfristig negativ beeinflusst werden, kann noch niemand sagen. (Ergänzung Japan vom 13. März 2011)
Unsicherheit führt auch immer dazu, daß sich Bewertungen dramatisch verbessern können. Aber wie Warren Buffett zu sagen pflegt : Unsicherheit (und damit fallende Kurse) ist der Freund eines langfristigen Investors. Im Original heisst es : Uncertainty is the friend of the long-term investor. In diesem Sinne sollten wir uns vor fallenden Aktienkursen nicht fürchten.
Viele Aktien fallen nur aufgrund der Stimmung an den Märkten (die Idee des Mr. Market die im Buch Intelligent Investor von Benjamin Graham vorgestellt wird hilft dieses Phänomen besser zu verstehen) und nicht wegen gravierender Veränderungen in der fundamentalen Lage eines Unternehmens. Bei großen Aktiencrashes werden erfahrene Investoren wie Warren Buffett sehr, sehr unruhig. Das sind die Zeiten, in denen man handeln muß,wenn man billig kaufen will. Letztendlich kann man wirklich, wirklich billig nur in Panikzeiten kaufen.
Wenn die Tsunami Katastrophe und die Horrormeldungen über eine Kernschmelze jetzt dazu führen werden, daß z.B. die E.ON Aktie panikartig verkauft wird und innerhalb einer Woche um 30% oder mehr fällt, dann muß genau gerechnet werden. Wie in diesem Blog z.B. bereits bei der BP Aktie, während der BP Ölkatastrophe im Golf gezeigt, haben große Kursverluste einer Aktie oft nicht viel mit der tatsächlichen Stellung und Gewinnsituation des Unternehmens zu tun. Das, was da im Kurs zu sehen ist, ist reine Panik der Anleger und nicht die Situation des Unternehmens.
Die Auswirkungen des Tsunamis in Japan auf die Wirtschaft und auf die Aktienkurse dürften nur von sehr, sehr kurzer Dauer sein und mehr psychologischer als von fundamentaler Natur sein. Die japanische Wirtschaft ist sehr, sehr groß. Ich gehe davon aus, daß die Leser dieses Blogs klar zwischen der menschlichen Katastrophe und der wirtschaftlichen Komponente unterscheiden können. Die Aktien der Baufirmen, besonders der japanischen, dürften kurzfristig noch um einige Prozentpunkte steigen. Bei dem Erdbeben von Kobe stiegen die Baufirmen innerhalb eines Tages um bis zu 30%. Es gibt bis heute jedoch keine bestätigten Meldungen, daß sich irgendjemand einen Tag vor dem Erdbeben rechtzeitig eingedeckt hatte. Als die Börse eröffnete, waren die Kurse der Baufirmen bereits um 30% gestiegen und kaum einer hatte diese Kurssteigerung von 30% voll für sich verbuchen können.
Chance in Japan für Bauaktien und Versorgeraktien ?
Ich muß ehrlich sagen, daß ich mir die Bauaktien, Baufirmen und Infrastrukturaktien in Japan jetzt gar nicht angeschaut habe. Ich vermute aber, daß die Entwicklung ähnlich sein könnte, wie bei der Kobe Katastrophe. Um den großen Wertzuwachs und die große Kurssteigerung mitzunehmen hätte man v o r dem Tsunami investieren müssen. Wer heute noch investiert läuft vielleicht bereits 30% oder 50% Kurssteigerung hinterher. Natürlich wären jetzt die Baufirmen eine logische Investitionsmöglichkeit sofern man Sie günstig findet. Lohnenswert wäre die Aktie einer japanischen Baufirma, die auch unabhängig von dieser Katastrophe funktionieren würde.
Das Beispiel Kobe ist nur ein Beispiel von vielen. Die Börse antizipiert innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde und antizipiert meistens erschreckend richtig. Schon wenige Minuten nach dem Erdbeben in Kobe hatten die Bauaktien und Infrastrukturaktien deutliche Kurssteigerungen und die Umsatz und Gewinnentwicklung der nächsten Quartale und Jahre vorweggenommen. Richtig Geld verdienen lässt sich nur im Vorfeld einer Katastrophe. Wenn einer wirklich in der Lage wäre Katastrophen und andere Ereignisse vorher zu sehen (und dies auch vor der Katastrophe zeitnah zu kommunizieren) wird wohl in Geld nur so schwimmen. Mir ist diese Spezie Hellseher bisher noch nicht begegnet. In einigen Foren brüsten sich natürlich wieder Anleger unter anonymen Pseudonymen damit. daß Sie kurz vor der Katastrophe Ihre Putoptionen der japanischen Versicherer oder was auch immer gekauft haben. Doch leider sind 99,99% dieser Beiträge erst nach der Katastrophe geschrieben, als die Bilder der Flutwellen bereits im Fernseher zu sehen waren und die Aktienkurse bereits deutlich fielen. Diese Spezie von Hellsehern kenne ich sehr gut. Die echten Hellseher sind leider rar.
jetzt noch japanische Versicherungsaktien kaufen ?
Eine andere Branche die von dem Tsunami in Japan in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, wären die Versicherer und Rückversicher, die ein starkes Engagement in Japan haben. Besonders die japanischen Rückversicherungsaktien und Versicherungsaktien könnten jetzt starkem Druck ausgesetzt sein und es kann sich das eine oder andere Aktienschnäppchen in einer Verkaufspanik für einen fundamental orientierten Anleger ergeben.
Was für die Bauaktien gilt, gilt für die Versichereraktien genau umgekehrt. Die Bauaktien hätten wir v o r der Katastrophe kaufen müssen ("leider" sind Katastrophen kaum planbar), die Versichereraktien dagegen können wir jetzt vermutlich billiger als vor der Katastrophe kaufen. Es fehlt nur die entsprechende Aktienanalyse für die japanischen Versicherer, um das eventuell vorhandene Missverhältnis von Preis und Wert aufzudecken.
Kurzfristig natürliche Verlierer durch das Naturunglück in Japan könnten und müssten ebenso die japanischen Versorgeraktien und Kraftwerksbetreiberaktien in Japan sein. Auch hier kann es nicht schaden sich die eine oder andere japanische Aktie von Energieversorgern und Kraftwerksunternehmen anzuschauen.
Womit ich schon bei einem weiteren Ratschlag von zahlreichen Profiinvestoren wäre : Man sollte den Kurs einer Aktie nicht mit dem Unternehmen verwechseln. Einem Anfänger fällt das natürlich erfahrungsgemäß viel schwerer als einem erfahrenen Investor. Die Medien verbreiten schließlich Horrormeldungen um Auflage und Leserzahlen zu produzieren. Eine echte und ausführliche Analyse will der sensationslüsterne Leser gar nicht lesen. Diese Verhältnisse, an denen sich seit hunderten von Jahren nichts geändert hat, kann der nüchterne Anleger zu seinem Vorteil ausbeuten. Jede Krise, wirklich jede Krise, bietet auch immer erhebliche Chancen (vorausgesetzt man hat Bargeld). Einige asiatische Völker benutzen für Krise und Chance das gleiche Schriftzeichen.
An der Energieversorgungsbranche führt noch viele Jahrzehnte kein Weg vorbei. Themen, wie Solar und Wind, sind noch lange nicht so effizient und ausgereift, um Atomkraftwerke oder Öl zu ersetzen. Das wird noch Jahrzehnte dauern, bevor es soweit ist. Auch eine Naturkatastrophe wie jetzt in Japan wird nichts an diesen Fakten und Notwendigkeiten verändern können.
Allgemeines zur Versorgerbranche und Entwicklung der Energiebranche
Allgemeine Informationen zur Energie, Strom und Wasserwirtschaft liefert die Webseite des Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft, die unter dem folgenden Link zu finden ist : http://www.bdew.de/
Auf der Seite finden wir unter anderem eine Übersicht über die Brutto Stromerzeugung in Deutschland. Aufschlußreich ist die folgende Tabelle.
Brutto-Stromerzeugung nach Energieträgern in Deutschland
| Energieträger |
2007
Mrd. kWh |
2008*
Mrd. kWh |
2009*
Mrd. kWh |
| Braunkohle |
155,1
|
150,6
|
146,5
|
| Kernenergie |
140,5
|
148,8
|
134,9
|
| Steinkohle |
142,0
|
124,6
|
109,0
|
| Erdgas |
75,9
|
86,7
|
77,0
|
| Mineralöl |
9,6
|
9,2
|
12,5
|
| Wasserkraft |
28,1
|
26,5
|
24,5
|
| Windkraft |
39,7
|
40,6
|
37,8
|
| Übrige |
46,4
|
50,3
|
54,6
|
| Bruttoerzeugung |
637,3
|
637,3
|
596,8
|
| Stromimport |
44,3
|
40,2
|
40,5
|
| Stromexport |
63,4
|
62,7
|
54,8
|
| Stromimportsaldo |
- 19,1
|
- 22,5
|
- 14,3
|
| Stromverbrauch einschl. Netzverluste |
618,1
|
614,8
|
582,5
|
Wir können sehen, daß auch der Stromverbrauch in einer Krise moderat abnehmen kann. Die Zahlen für den Stromverbrauch in 2010 und 2011 sollten demnach wieder nach oben zeigen. Im Vergleich zu der Automobilbranche, in der die Produktion um 30% bis 50% während der Krise eingebrochen ist, ist die Energiewirtschaft natürlich relativ stabil. Salopp formuliert : Eine Suppe wird schließlich auch in der Krise gekocht.
RWE AG
(die Abkürzung RWE bedeutet : Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG)
RWE zählt zu den führenden Strom- und Gasanbietern in Europa. Über 70.000 Mitarbeiter beliefern ca. 16 Millionen Kunden mit Strom und fast 8 Millionen Kunden mit Gas. Im GJ 2010 wurden 53 Milliarden € Umsatz erwirtschaftet. Der Ursprung der RWE geht zurück in das Jahr 1898. Die erste Aktiennotiz erfolgte im Jahr 1922 an der Berliner Börse (die Berliner Börse war damals die führende Börse / heute ist es die Frankfurter Börse). Große Teile der Aktien befinden sich im Besitz zahlreicher Deutscher Städte, Kommunen und Gemeinden und damit letztlich im Staatsbesitz. Über 80% der Aktien werden von institutionellen Investoren gehalten. Die RWE Aktie ist Teil des DAX und weiterer Indizes wie z.B. des Eurostoxx 50 Index.
Europa ist der Hauptmarkt für die RWE. In Deutschland ist die RWE der führende Stromanbieter, in den Niederlanden auf dem Platz 3 und ebenso in Großbritanien auf dem dritten Platz.
Am 24. Februar 2011 schlägt der Vorstand eine Dividendenausschüttung von 3.50€ je Stammaktie vor. Der Kurs der Stammaktien am 04.03.2011 beträgt 47,90 €. Damit ergibt sich eine Dividendenrendite von 7,3 %. Ende 2007 lag der Aktienkurs der RWE Stammaktie noch bei über 95 €.
1987 betrug der Umsatz des RWE Konzerns 13,28 Milliarden €. Die netto Umsatzrendite lag im Jahr 1987 für die RWE bei 2,9%. Die BIlanzsumme der RWE belief sich im Jahr 1987 auf 20,18 Milliarden €.
Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Umsatz 53 Milliarden € bei einer netto Umsatzrendite von 6,20%. Die Bilanzsumme in 2010 lag bei 93 Milliarden Euro.
Diese Zahlen bedeuten konkret: Der Umsatz und der Gewinn der RWE in den letzten 30 Jahren wuchsen langsam aber stetig. Konkret lag das Umsatzwachstum zwischen 3% bis rund 9% jährlich. Der Gewinn wuchs in den letzten 30 Jahren dynamischer und im Schnitt um jährlich 5% bis fast 9%.
Den Eigentümerbereich gibt es hier : http://www.rwe.com/web/cms/de/105818/rwe/investor-relations/
E.ON AG
(entstanden aus der Fusion zwischen den Versorgern VEBA und VIAG)
Um die Jahrtausendwende entstand durch die Fusion der Versorger VEBA und VIAG einer der größten Deutschen Konzerne mit den Schwerpunkten Energie und Spezialchemie mit damals rund 140 Milliarden DM Umsatz und 200.000 Beschäftigten (die Mitarbeiterzahl der E.ON in 2010 beträgt 88.000 Mitarbeiter). So glorreiche und historische Namen wie PreussenElektra und Bayernwerk gehörten damit der Vergangenheit an. Auch die Degussa, VEW, HEW, BEWAG und SKW Trostberg waren Teile dieses Konglomerates bei der Jahrtausendwende. Die VEBA und VIAG Aktien waren im Zeitraum 1987 bis 1999 einige der Highflyer im DAX. Die VEBA Aktie hatte z.B. eine Kurssteigerung von knapp 27 DM im Jahr 1987 auf über 120 DM im Jahr 1998 hinter sich. Auch die E.ON ist Teil des DAX und des Eurostoxx 50 und weiterer Indizes.
Der Kurs der E.ON Aktie lag im Jahr 1986 bei 4,28 €. Im Jahr 1997 bei rund 17 € und im Jahr 2007 bei durchschnittlich 35 €. Aller Krisen zum Trotz lässt sich mit langweiligen Aktien immer noch gutes Geld verdienen. Die Dividende in all diesen Jahren ist hierbei nicht berücksichtigt. Im Februar 2011 lag der Aktienkurs um die 23 €.
Die Netto Umsatzrendite der VEBA im Jahr 1987 betrug 2,7%. Im Jahr 1998 wurde eine Umsatzrendite von rund 4% erzielt. Der Cashflow je Aktie verdoppelte sich in diesem Zeitraum. Der Umsatz je Aktie stieg von 197 bis 1988 um den Faktor 1.5. Der Umsatz konnte von 1987 bis 1998 fast verdoppelt werden von 38 Milliarden Deutsche Mark auf 74 Milliarden Deutsche Mark.
Im Jahr 2002 machte die E.ON durch die Übernahme der Powergen auf sich aufmerksam, als man zum größten Energieversorger der Welt aufstieg. Ob dieser Drang zur Größe auch positives für die Eigentümer und Aktionäre und die Rendite gebracht hat, wird die Aktienanalyse noch zeigen. Vielleicht werden wir, wie so oft, feststellen, daß diese Übernahme und Expansionsorgien nicht mehr als ein PR-Gag sind und die einzigen die profitieren der Vorstand und Teile der Belegschaft sind.
Die Netto Umsatzrendite für die EON. AG lag im Jahr 1997 bei 3,7% und im Jahr 2007 bei 8,7%. Der Umsatz je Aktie lag in 1997 bei 26,22 € und im Jahr 2007 bei 35,26 €. Der Gewinn je Aktie in 1997 bei 0,97 €, im Jahr 2007 bei 3,70 €. Der Cashflow je E.ON Aktie lag in 1997 bei 3,16 € und in 2007 bei 4,48 € je Aktie.
Die Eigentümer finden Informationen über die E-ON auf der folgenden Seite : http://www.eon.com/de/39883.jsp
ENEL S.P.A.
Die ENEL ist der größte Energieversorger Italiens und der zweitgrößte Energieversorger in Europa. Große Teile des Aktienbesitzes liegen in Staatshand. Die Versorgerlandschaft in Europa war in den letzten 10 Jahren von einem Konzentrationsprozeß geprägt. ENEL hat in Zusammenarbeit mit dem spanischen Energiekonzern Acciona die spanische Endesa übernommen, und damit die E.ON im Bieterstreit ausgestochen.
ENEL bedient rund 60 Millionen Kunden in Europa, Amerika und Russland.
Der Umsatz je ENEL Aktie lag in 1997 bei 3,37 €, in 2007 bei 6,98 € je ENEL Aktie. Der Cashflow je Aktie lag in 1997 bei 0,79 € je Aktie und in 2007 bei 0.97 €. Der Gewinn je Aktie lag 1997 bei 0,28 € und in 2007 bei 0,67 € je Aktie. Die Netto Umsatzrendite lag in 1997 bei 8,4% und 2007 erreichte die ENEL eine Netto Umsatzrendite von 9,6%.
In der ENEL sind über eine Million kleiner Investoren und Sparer investiert. Der Anteil der instituionellen Investoren liegt bei 54% im Jahr 2010 (Stand Februar 2010). Die ENEL ist Teil des italienischen Aktienindex und des Eurostoxx 50.
Den Bereich für die Eigentümer finden wir hier : http://www.enel.com/en-GB/investor/
EVN AG
(Energieversorgung Niederösterreich)
Die EVN ist ein regional tätiger Energieversorger in Österreich. In den letzten Jahren erfolgte der Eintritt in die Märkte Ost- und Südosteuropas. Die EVN ist für Österreich das was eine RWE und E.ON für den Deutschen Investor sind. Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt uns auch was in anderen Ländern möglich ist, was dort verdient wird, welche Bewertungen für die Aktien im internationalen Vergleich gezahlt werden. Die EVN Aktie ist im Österreichischen ATX Index vertreten.
Der Umsatz je EVN Aktie in 1988 lag bei 529 österreichischen Schilling. In 1998 wurde ein Umsatz je Aktie von rund 1000 österreichischen Schilling erzielt. Die Netto Umsatzrendite lag 1988 bei 1,6% und 1998 erzielte die EVN eine Umsatzrendite von 9,4%. Der Gewinn je EVN Aktie lag 1990 bei 59 Schilling und 1998 bei 95 Schilling je EVN Aktie.
Die Eigentümer und Stakeholder der EVN AG informieren sich hier über Ihre Aktie und das Unternehmen: http://www.evn.at/Investoren.aspx
ENDESA S.A.
Endesa ist der größte Strom/Energieversorger Spaniens. Der Marktanteil in Spanien beträgt über 42%, stagniert allerdings seit über 10 Jahren auf diesem Niveau. Das stagnieren auf hohen Niveaus im Inland ist auch für die anderen Versorger als normal zu bezeichnen. In der Energieversorgerbranche ist ein hohes Wachstum ausser durch Expansion und Firmenübernahmen kaum zu erzielen. Im Jahr 2007 wurde die Endesa in einem langjährigen Übernahmekampf von der italienischen Enel und der spanischen Acciona übernommen. Die Deutsche E.ON zog sich aufgrund erheblichen Widerstandes seitens der Spanier, der Presse und auch eines während der Übernahmeschlacht erheblich gestiegenen Kaufpreises aus der Übernahme zurück. Die Endesa war, bis zur Übernahme, Mitglied im Euro Stoxx 50 und ist Teil des spanischen IBEX 35 Index.
Der Umsatz je Aktie lag 1987 bei 401 spanischen Peseten und wurde bis 1997 auf 1214 spanische Peseten je Aktie gesteigert. Der Gewinn je Endesa Aktie lag in 1987 bei 49 spanischen Peseten und in 1997 bei 160 Peseten je Aktie. Der Buchwert je Endesa Aktie belief sich in 1987 auf 347 spanische Peseten und 1997 betrug der Buchwert knapp 1700 Peseten je Aktie. Der Aktienkurs entwickelte sich ähnlich dynamisch in dieser Zeit. 1990 lag der Tiefstkurs der Aktie bei 440 Peseten, 1997 lag der Tiefstkurs der Endesa Aktie bei 2110 Peseten. Der Höchstkurs der Endesa Aktie war bei 3300 Peseten je Aktie in 1997.
Wie viele spanische Unternehmen hat auch die Endesa Beteiligungen und Töchter in Südamerika.
Die Eigentümer und Stakeholder der Endesa informieren sich auf der folgenden Internetseite : http://www.endesa.es/Portal/en/investors_new/3_financial_information/default.htm
GDF Suez
(vor der Fusion Suez Lyonnaise & Gaz de France)
Wie viele andere Unternehmen in dieser Fundamentalanalyseist auch die GDF Suez das Ergebnis einiger Übernahmen und Fusionen. Das Unternehmen GDF Suez entstand 2008 aus der Fusion der Suez und der Gaz de France. Wie auch bei den anderen hier vorgestellten Versorgerriesen ist auch die GDF Suez in Ihrem Heimatland in einer führenden Position. GDF Suez ist Energieversorger Nr. 1 in Frankreich und ist einer der größten Energieversorger in Europa.
Der Umsatz je Suez Lyonnaise Aktie lag 1988 bei 973 französichen Franc, in 1997 bei 3190 französischen Franc. Der Gewinn je Suez Lyonnaise Aktie stieg in dem Zeitraum 1988 bis 1997 von 20 französischen Franc je Aktie auf 67 französische Franc je Aktie. Die GDF Suez Aktie ist Mitglied des Eurostoxx 50 Index und des französischen CAC40 Index und zahlreicher weiterer Indizes.
Stakeholder und Eigentümer der GDF Suez Aktie finden wichtige Informationen und Meldungen auf der folgenden GDF Seite : http://www.gdfsuez.com/en/group/
Kurs-Gewinn-Verhältnis. Aktien-Analyse der Energie und Versorgeraktien von 1987 bis 1998
Nachfolgend eine Übersicht über die Entwicklung der Kurs-Gewinn-Verhältnisse und Gewinnrenditen der analysierten Aktien für die Jahre 1987 bis 1998.
| Durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis je Aktie | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| RWE AG Aktie | KGV | 12,65 | 9,7 | 13,35 | 17,05 | 15,05 | 16,3 | 19,85 | 17,3 | 16,25 | 20,1 | 31,4 | 23,15 |
| RWE AG (Earningsyield) | Gewinnrendite | 7,90% | 10,30% | 7,49% | 5,86% | 6,65% | 6,15% | 5,05% | 5,80% | 6,10% | 5,00% | 3,18% | 4,31% |
| E.ON AG Aktie (bis 97 VEBA/VIAG usw.) | KGV | 12,2 | 8,78 | 11,25 | 14 | 11,4 | 14,3 | 20 | 16,3 | 12,85 | 15 | 20,05 | 23,5 |
| EON AG (Earningsyield) | Gewinnrendite | 8,20% | 11,40% | 8,88% | 7,15% | 8,80% | 7,00% | 5,00% | 6,15% | 7,80% | 6,70% | 5,00% | 4,25% |
| GaS NATURAL Fenosa S.A. Aktie | KGV | 17,37 | 19,75 | 21,75 | 19 | 16 | 15,25 | 19,15 | 20,87 | 29,25 | |||
| Gas NATURAL Fenosa (Earningsyield) | Gewinnrendite | 5,75% | 5,05% | 4,60% | 5,25% | 6,25% | 6,55% | 5,25% | 4,79% | 3,41% | |||
| Endesa S.A. Aktie | KGV | 7,15 | 7,05 | 7,75 | 11,75 | 12,9 | 10,35 | 12,35 | 17,1 | 18,9 | |||
| Endesa S.A. (Earningsyield) | Gewinnrendite | 14,00% | 14,15 | 12,90% | 8,50% | 7,75% | 9,50% | 8,10% | 5,90% | 5,29 | |||
| EVN AG Aktie | KGV | 14,25 | 11,5 | 10,45 | 13,85 | 15,8 | 12,25 | 12,5 | 15,15 | 17,75 | |||
| EVN AG Aktie (Earningsyield) | Gewinnrendite | 7,01% | 8,69% | 9,56% | 7,22% | 6,32% | 8,16% | 8,00% | 6,60% | 5,63% | |||
| GDF Suez SA Aktie | KGV | 15,05 | 18,85 | 21,5 | 64,5 | 32,7 | 28 | 30,25 | 21,3 | 17,9 | 18,9 | ||
| GDF Suez SA Aktie (Earningsyield) | Gewinnrendite | 6,64% | 5,30% | 4,65% | 1,55% | 3,05% | 3,57% | 3,30% | 4,69% | 5,58% | 5,29% | ||
| Vivendi S.A. (früher Generale des Eaux) | KGV | 11 | 11,7 | 11,55 | 18,25 | 21,35 | 19,55 | 0 | 35,95 | 16 | 24 | ||
| Vivendi S.A. (Earnings Yield) | Gewinnrendite | 9,00% | 8,50% | 8,65% | 5,45% | 4,70% | 5,11% | 0 | 2,80% | 6,25% | 4,15% |
das ganze auch nochmal als Grafik :
Fundamentalzahlen Versorgeraktien 1999 bis 2010 - Gewinnrenditen Grafik
Im Zeitraum 1999 bis 2010 wähle ich gleich die Gewinnrendite für diese Aktienanalyse und überspringe die Analyse der KGV. Auch die Gewinnrenditen waren durch die Boomjahre für die meisten Versorgeraktien in 1999 und 2000 sehr tief, was gleichbedeutend mit hohen KGV ist, und die (theoretisch) zu erwarteten Renditen (aus der Sicht eines Aktionärs) der Aktien entsprechend niedrig. Das gewohnte Bild aus der Aktienanalyse Automobil und der Fundamentalanalyse Pharma wiederholt sich, wie Ihr bestimmt schon bemerkt hat. Fast alles war in 1999 und 2000 furchtbar teuer bewertet. Alle hier analysierten Aktien waren spätestens in 1999 nicht mehr investierbar, da bereits reichlich spekulativ, (ein Versorger ist schließlich kein Wachstumswert und dann dürfen erst Recht nicht überzogene KGV gezahlt werden) wie an den Gewinnrenditen erkennbar war.
Für alle analysierten Aktien gilt, daß in 1999 zu jeder Zeit die Alternative eine Anlage in sichere AAA Bundesanleihen gewesen wäre. Die 10-jährigen Bunds notierten zwischen 4,5% bis 5,5% in den Jahren 1999 bis 2000.
Gewinnrendite / KGV RWE Stammaktie 1999 bis 2010
Die RWE Aktie hatte in 1999 eine Gewinnrendite von nur 4,3%. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt zum Einstieg. Der Aktienkurs der RWE lag Ende 1998 bei 46,50 €. Der Aktienkurs der RWE Aktie Ende 2010 lag bei 50,01 €. Der Anleger mag sich jetzt damit trösten, daß die RWE zumindest immer eine Dividende von 1999 bis 2010 gezahlt hat.
Wer zu Tiefstkursen, die in 2002 und 2003 bei 17 € bis 18 € je RWE Stammaktie lagen, eingestiegen ist, hat eine Dividenrendite von deutllich über 10% erzielt. Die Dividende je RWE Aktie betrug in 1999 1 € je Aktie. In 2005 lag diese bereits bei 1,75 € je Aktie und erreichte in 2008 mit 4,50 € je Aktie einen Hochpunkt. Die glücklichen Anleger, die bei 17 € eingestiegen sind, konnten sehr, sehr üppige Dividendenrenditen vereinnahmen.
Auch die anderen analysierten Aktien konnten von 1999 bis 2010 jedes Jahr Dividenden zahlen. Der Trend bei allen Aktien zeigte ständig nach oben. Dazu vielleicht später noch mehr.
Gewinnrendite / KGV E.ON Aktie 1999 bis 2010
Die E.ON Aktie war 1999 nicht ganz so ambitioniert bewertet wie die RWE Aktie. 1999 betrug die Gewinnrendite, wie in der Grafik zu erkennen ist, für die E.ON Aktie immerhin 10,81% (korrespondiert mit einem KGV in 1999 von 9,25 je E.ON Aktie). An sich kein schlechter Wert. Aber in der Manie von 1998 bis 2003 kamen auch die solidesten Aktien unter die Räder. Was vielleicht an den folgenden Tiefst und Höchst Aktienkursen für die E.ON Aktie deutlich wird: 1998 22,39 € H / 13,79 € T ; 1999 20,93 € H / 13,90 € T ; 2000 22,16 € H / 13,77 € T ; 2003 17,31 € H / 11,53 € T.
Die Gewinne von E.ON konnten in allen Jahren von 1999 bis 2007 gesteigert werden. Ebenso die Dividenden. Einen Verlust gab es von 1999 bis 2010 überhaupt nicht.
Die Gewinnrendite hatte in 1999 und auch im Jahr 2000, zumindest für die E.ON Aktie, keine gefährliche Entwicklung angezeigt. Der Indikator Dividende hätte jedoch die Alarmglocken klingeln lassen. Nachfolgend die Dividenden je E.ON Aktie für die betrachteten Jahre : 1999 Dividende von 0,42 € ; 2000 Dividende von 0,45 € ; 2003 Dividende von 0,67 € je Aktie. Eine Dividende von 0,42 € je Aktie in 1999 bei einem Höchstkurs je E.ON Aktie von 20,93 € bzw. Tiefstkurs von 13,90 € je Aktie ist zumindest nicht üppig. Je nach Einstiegszeitpunkt hätte man mit risikolosen (relativ) Bundesanleihen die gleiche "Dividendenrendite" erzielen können.
Gewinnrenditen/KGV EVN, Gas Natural, Veolia Environment usw.
In 2002 und 2003 gab es durch die Krise z.B. bei E.ON sehr gute Einstiegsmöglichkeiten, falls man sich nur an der Gewinnrendite orientierte. Ansonsten würde ich sagen, daß in diesem Fall die Gewinnrendite als Indikator wohl zu wenig ist. Der Großteil der Aktien ist kaum über 7% Gewinnrendite gekommen. Eine Veolia Environment Aktie krebste von 1999 bis 2009 immer unter der 5% Gewinnrendite rum. EVN AG Aktien, GDF Suez Aktien und auch die Gas Natural waren zumindest nach der Gewinnrendite nur in 2002 und 2009 kaufenswert. Die anderen Fundamentalanalyse Zahlen werden sicherlich noch mehr Licht in das Dunkel bringen können.
Die nachfolgende Tabelle ist nach der Höhe der Gewinnrendite je Aktie sortiert. E.ON Aktien führen mit 12,5% Gewinnrendite ausgehend von den Zahlen Ende 2010.
Entwicklung der Netto Umsatzrenditen von 1987 bis 1998
Aktien-Analyse Versorgeraktien
Die nachfolgende Grafik zeigt die Netto Umsatzrenditen für die analysierten Aktien an. Auffallend sind die sehr niedrigen Umsatzrenditen der Deutschen Energieversorger RWE und E.ON im Vergleich zum europäischen Wettbewerb. Die Unternehmen sind dem Rang nach geordnet. Ich habe den Mittelwert aus den jährlichen Umsatzrenditen berechnet. Mit einer Division der jeweiligen Mittelwerte lässt sich jetzt z.B. ermitteln, daß eine EVN für den Zeitraum 1987 bis 1998 im Vergleich zu einer E.ON eine höhere Umsatzrendite um den Faktor 5,5 hatte (14,83 / 2,7 = 5,49). Auch eine Endesa hatte im Zeitraum 1987 bis 1998 eine Umsatzrendite, die beständig über der 10% Marke lag. Dieser Vergleich zeigt schon gewaltige Unterschiede zu der Pharmaaktien Analyse oder der Aktienanalyse der Autoaktien. Der Abstand zwischen hoher Umsatzrendite und niedriger Umsatzrendite ist auf den ersten Blick sehr weit. Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch, daß die Versorgeraktien wohl relativ stabil sind. Die Umsatzrendite ist z.B. bei einer E.ON oder eine RWE niedrig, aber dafür auch beständig. Geradezu langweilig sehen wir eine lange Liste von 2,xx nochwas Prozenten Umsatzrenditen in diesem Zeitraum. Keine Abweichungen nach oben, keine Abweichungen nach unten (zumindest keine großen). Mal sehen wie die Zeiträume von 1998 bis 2010 aussehen werden. Die Vermutung liegt nahe, daß wir wohl ähnlich langweiliges sehen werden. Langweilig ist in diesem Zusammenhang gar nicht negativ gemeint von mir. Bei diesen Aktien ist Langeweile, in Form von stabilen Umsatzrenditen auch in einer Rezession, eine sehr wünschenswerte Eigenschaft. (bitte ggf. die Grafik anklicken um zu vergrössern)
Umsatzentwicklung - Unternehmen der Energiebranche von 1987 bis 2010
Trifft die langweilige und stetige Entwicklung der Umsatzrenditen auch für die Umsätze an sich zu ? Mal schauen was die letzten rund 25 Jahre für die Umsatzentwicklung der hier analysierten Aktien brachten.
Für den Zeitraum 1990 und 1995 hab ich es bei den alten Landeswährungen belassen. Die amtlichen Wechselkurse findet jeder im Internet und kann dann ggf. händisch umrechnen. Die reine Entwicklung können wir uns ebenso gut auch in Landeswährung anschauen. Für die ganz kritischen unter uns : In keinem Land gab es zwischen 1990 bis 2000 eine Hyperinflation, also passt diese Herangehensweise schon. Ab 2000 gilt überall der Euro.
Eine RWE konnte sich umsatzmässig im Zeitraum 2001 bis 2010 kaum von der Stelle bewegen. Richtig dynamisch ging es z.B. bei der Enel/Endesa zu, bedingt durch die Übernahme. Die österreichische EVN AG kann Ihren Umsatz von 2001 bis 2010 noch mehr als verdoppeln. Die bereits in 2001 sehr große Suez macht, ebenfalls durch Fusionen/Übernahmen, einen Sprung von 43 Milliarden € Umsatz auf gut 83 Milliarden Umsatz in 2010. Es sind, mit Stand Anfang April 2011, noch nicht für alle Unternehmen die endgültigen Geschäftszahlen für 2010 raus. Ich gehe davon aus, daß meine Schätzungen für 2010 ziemlich nah am Endergebnis liegen werden. Die endgültigen Zahlen könnt Ihr dann aus den Geschäftsberichten entnehmen und, wenn Ihr Spaß dran habt, in einer eigenen Aktien Fundamentalanalyse weiter analysieren.
Die Unternehmensvorstellungen haben es bereits schon gezeigt. Auch diese Branche, zumindest die hier betrachteten Unternehmen, gehört zu der Gruppe der chronischen Daueraufkäufer. Eine Enel übernimmt die Endesa, eine GDF Suez ist ebenso aus mehreren Übernahmen entstanden, eine Vivendi hat sich gleich mehrmals gesplittet und hat ebenso Mammutübernahmen und Spinoffs in den letzten 20 Jahren hinter sich.
Organisches Wachstum ist in der Versorgerbranche schwerer möglich als in anderen Branchen, wofür es mehrere Ursachen gibt. Beispiel: Sind die Stromleitungen in einem Land erst einmal verlegt, dann war es das mit der Expansion. Umsatzwachstum ist dann nur noch durch Preissteigerungen möglich. Zumindest die großen Industrienationen haben auch nicht mehr den großen und ständig wachsenden Energiebedarf. Energieversorger in den Emerging Markets haben dazu im Vergleich deutlich mehr "organischen Rückenwind" für das Umsatzwachstum. Der Energiebedarf und das jährliche Wachstum wird in Russland die nächsten 30 Jahre sicher höher sein als in Deutschland (garantiert, sofern nicht wieder die Welt untergeht).
Natürlich haben einige dieser Unternehmen versucht in fremden Branchen zu wildern, (vielleicht erinnert sich noch einer z.B. o.tel.o ?) um dadurch Wachstum über Akquisitionen zu erzielen. Fast alle Ausflüge der Energieunternehmen in andere Branchen sind gründlich in die Hose gegangen. Insbesonders die Vivendi hat eine sehr, sehr turbulente Geschichte hinter sich. Früher einer der größten Energieversorger, dann Aufkäufer von Schallplattenfirmen, der Vorstand hat Milliarden für die Anleger in der Blase 2001/2000 verbrannt, die milliardenschwere Tochter Vinci ist jetzt allein an der Börse und Vivendi selbst hat eine Kompletterneuerung hinter sich und ist jetzt immer noch ein Milliardenunternehmen in den Geschäftsfeldern Telekommunikation & Medien. Das ursprüngliche Geschäftsfeld Energie, Wasser usw. wurde komplett aufgegeben und verkauft. Die Vivendi ist ein Musterbeispiel dafür was passieren kann, wenn der Vorstand Amok läuft und die Aktionäre und Eigentümer nichts merken. In der "New Economy" rund um die Jahrtausendwende war halt alles möglich.
Solange die Unternehmen versuchen durch Übernahmen in Ihrer eigenen Branche zu expandieren, stehen die Chancen zumindest gut, daß der Schaden für die Aktionäre begrenzt bleibt. Synergien sind dann schnell erzielt. Eine Endesa/Enel hat in den letzten Wochen bereits fast 1 Milliarde Euro an Synergien/Einsparungen für das Jahr 2010 vermelden können.
Langsames organisches Umsatzwachstum in einem regulierten Strom und Energiemarkt muss für die Investoren nichts schlechtes bedeuten. Gepaart mit der einen oder anderen Übernahme, ergeben sich für den Aktionär ganz ansehnliche Renditen, wenn man sich die Aktienkurse, der hier analysierten Aktien und deren Entwicklung in den letzten 20 Jahren, anschaut. Vorsicht ist dann angebracht, wenn Energie und Versorgerunternehmen anfangen in die Telekommunikationsbranche einzusteigen oder ähnliches (Beispiel: Vivendi) vorhaben. Dann kann es sehr gefährlich werden für uns Aktionäre. Von den wenigen "glücklichen" Ausnahmen mal abgesehen. Es gibt und gab durchaus Unternehmen, die sehr erfolgreich in andere Branchen und Wachstumssegmente diversifiziert und investiert haben. Gelungenes Beispiel dafür ist Mannesmann. Bei Mannesmann konnte man sich, wer von Anfang bis Ende dabei war, wirklich dumm und dämlich verdienen.
Entwicklung der Gewinne Versorgeraktien von 1990 bis 2011
Nachdem wir jetzt wissen, wieviel Gewinn je Euro Umsatz bei den Energiekonzernen in den letzten 25 Jahren verdient wird, schauen wir uns doch einmal gemeinsam die Entwicklung der Gewinne für den Zeitraum 1990 bis 2011 an (2011 ist natürlich geschätzt). Der fortgeschrittene Investor sollte sich auf jeden Fall den Spaß machen und die Entwicklung der Gewinne mit der Entwicklung der Umsätze vergleichen.
Vergleich Gewinnwachstum zu Umsatzwachstum
Auch ohne den Taschenrechner zu bemühen, wird schon einiges mit bloßem Auge sichtbar. Nehmen wir z.B. den Versorger EON. Die EON AG verdoppelte Ihren Umsatz in den Jahren von 2001 bis 2010, Das entspricht grob einem Umsatzwachstum von 7% jährlich (geometrisches Wachstum) für die Jahre 2001 bis 2010 für die EON Aktie und die EON Aktionäre. Das Gewinnwachstum der EON im gleichen Zeitraum fällt dazu im Vergleich deutlich niedriger aus. In dieser Zeit betrug das "Wachstum" der Gewinne für die EON und deren Eigentümer nur 1,32% (auch wieder geometrisch).
Nachfolgend eine Tabelle mit der Entwicklung der Gewinne für die Versorgeraktien von 1990 bis 2011 in Euro. Alle Gewinne sind in Euro umgerechnet, ich hoffe es ist mir kein Fehler bei der Umrechnung unterlaufen. Wie gewohnt sind die Gewinne in einzelne Perioden zusammengefasst und bereits addiert. Die Perioden stelle ich immer in direkten Vergleich zur Vorgängerperiode und berechne das prozentuale Wachstum der Gewinne der Energieaktien für die Jahre 1990 bis 2011. Werfen wir doch einmal einen Blick auf die Tabelle - zum vergrössern, wie gewohnt, bitte anklicken :
Vorteile der Old Economy
Wie in den Branchen der Old Economy üblich, sind die Gewinner von Gestern auch fast immer die Gewinner von Morgen. Echte Wunder und Unternehmen, die in wenigen Jahren eine Industrie komplett umkrempeln, sind eher selten anzufinden (im Vergleich zum Technologiebereich). Die Versorger, die vor 20 Jahren bereits groß waren, sind es heute immer noch. Es gab in den letzten 40 Jahren auch keinen Neuankömmling in der Branche. Die Eintrittsbarrieren sind in der Old Economy im Vergleich zur Technologiebranche typischerweise oft sehr, sehr hoch.
Diese Langeweile und Stabilität hat den Vorteil für uns Investoren, daß unsere Investments eher geschützt sind als in anderen Branchen.
Die Gas Natural konnte den Gewinn je Gas Natural Aktie von der Periode 1990-94 bis 1995-99 um durchschnittliche 14,7% jährlich steigern. Damit lässt sich vorzüglich leben natürlich. In den Jahren 2002-2006 und 2007 bis 2011 muss dann auch eine Gas Natural Federn beim Gewinn je Aktie lassen. Von über 14% Wachstum in den 90er Jahren bleiben im neuen Jahrtausend nur noch 5% übrig.
Auffallend ist, daß die Rangliste sich kaum verändert hat (Old Economy). Die Reihenfolge in der Tabelle ist fast stabil geblieben. Was noch auffällt ist, daß der Gegenwind in Sachen Gewinndynamik für alle Unternehmen, bis auf die GDF Suez, in den Jahren 2002 bis 2011 deutlich stärker geworden ist als noch in den Jahren 1990 bis 1999. Relativ klein ist dagegen noch die EVN (Bilanzsumme 2010 von knapp 7 Milliarden) und die Gas Natural (Bilanzsumme 2010 von rund 45 Milliarden Euro).
Ursachen dafür gibt es natürlich viele. Die meisten der Unternehmen sind schon lange an Ihre natürlichen Umsatz und Gewinngrenzen gestossen. Von einer kleineren Umsatzbasis lässt sich der Umsatz und der Gewinn natürlich immer leichter steigern. Im Jahr 2000 angekommen, handelt es sich bei fast allen hier betrachteten Unternehmen aber nicht mehr um kleine Unternehmen. Beispiel: Bei der EON lag die Bilanzsumme in 2010 bei über 150 Milliarden EUR. Selbst wenn es der EON gelingen würde in den nächsten Jahren 3,4,5 Milliarden mehr Umsatz und entsprechenden Gewinn zu erzielen, macht das, prozentual gesehen, den Kohl nicht fett. Dieser Zusammenhang ist fast immer so feststellbar. Eine Microsoft, die gut 60 Milliarden Dollar Umsatz jährlich erzielt muss schon viel neue Ideen haben um Ihren Umsatz organisch schnell zu verdoppeln. Das gleiche Problem sehen wir hier bei unseren analysierten Versorgeraktien.
Gewinndynamik - keine großen Effekte durch Liberalisierung
Die Liberalisierung der Strommärkte ist ebenfalls weit fortgeschritten. Eine Gewinndynamik aufgrund von Liberalisierungseffekten ist damit nicht mehr zu erwarten. Viel Umsatz und viel Gewinn werden irgendwann zu einem "Anker" für das Unternehmen. Ein Anker der eine gewisse Bremswirkung bei den zukünftig zu erwartenden Gewinnen und Umsätzen hat. Aber das wissen wir ja alle bereits.
Die Rolle von Versorgeraktien in einem Depot
Versorgeraktien spielen bei mir im Depot bildlich gesprochen die Rolle der Defensive. Sichere Zahlungsströme, stetig steigende Gewinne und stetig steigende Dividenden. Ein Teil des Depots, um den man sich nicht wirklich Sorgen machen muss.
Damit einher geht auch eine generell geringere Volatilität der Energieaktien. Ausnahmen gibt es aber auch hier: In den Crashmonaten der letzten Finanzkrise konnte man sich die hier vorgestellten Versorgeraktien ins Depot legen und man musste gar nicht die Tiefstkurse treffen um eine ordentliche Dividendenrendite von um die 10% und sogar darüber zu erzielen. Die Energieaktien sind im Crash ebenfalls um 40% und mehr gefallen.
Was natürlich nicht heissen muss, daß Versorgeraktien langweilig sind. Wer günstig einkauft, kann neben hohen und stabilen Dividenden langfristig auch ansehnliche Kursgewinne verbuchen. Aber das wird hier wohl keinen Valueinvestor mehr wundern.
Deutsche Energieaktien - Die Zukunft aus der Perspektive eines Investors
Klar und deutlich muss ich sagen, daß die, derzeit für die Deutsche Politik Verantwortlichen, spätestens im Zusammenhang mit dem hin und her bei der Abschaltung der Atomkraftwerke, in meinen Augen, inzwischen eine Gefahr für die Deutsche Volkswirtschaft und die Investitionen in unserem Land darstellen.
Keiner wird gezwungen sein Geld in Deutschland anzulegen. Langfristig gesehen, ist es nervenschonender (als Eigentümer der Energieaktien) das Geld im Ausland anzulegen. Spanien, Frankreich und auch die USA bieten ein Füllhorn an interessanten Investitionsmöglichkeiten im Versorger und Energiebereich und dort ist nicht mit derartigen Panik und Kurzschlußhandlungen der Politik zu rechnen, wie in Deutschland. Egal welche Aktie am Ende der Analyse als Favorit für Euch feststeht, sollte man das im Hinterkopf behalten. Die Atom, Tabak, Rüstungsindustrie und auch andere Branchen haben Ihre ganz besonderen "Schattenseiten". Diese Schattenseiten ermöglichen natürlich auch immer wieder interessante Einstiegspunkte. Selbstredend rede ich hier nicht von Daytrading und anderen Kamikazeoperationen (zu dem Themengebiet Depotpflege, was tun beim Crash ? wie reagiere ich wenn die Nachrichtentante wieder hyperventiliert ? was tun, wenn Dirk Müller wieder ein neues Buch oder einen Kommentar zur aktuellen Lage an den Finanzmärkten bringt ? usw. werde ich hier sicher auch noch meinen Senf abgeben...).
Energieaktien Stabilität der Gewinne
Nachdem wir einen guten Überblick über die Entwicklung der Umsätze und Gewinne der letzten +20 Jahre der Energiebranche gewinnen konnten, schauen wir uns jetzt die Stabilität der Gewinne in dieser Branche an. Sind die Versorgeraktien tatsächlich die optimalen Witwen und Waisenaktien ?
Die Entwicklung der Gewinne überspringe ich dabei. Ich zeige gleich die Dividenden. Ich hoffe, daß dann schnell deutlich wird, worüber ich hier die ganze Zeit rede. Von der Theorie sollten die Aktien wie folgt aussehen: Die Gewinne steigen fast jährlich auch über sehr lange Zeiträume hinweg (da die Unternehmen schon in der Lage sind mindestens die Inflation & Abschreibung zu verdienen), Verluste gibt es fast nie bei den Versorgeraktien (warum auch ? Eine Suppe muss Oma immer kochen, egal ob Rezession oder Boom). In der Theorie ist auch die Politik ein verlässlicher Partner, aber lassen wir das einmal aussen vor an diser Stelle. Also schauen wir doch mal wie die Praxis aussieht.
Dividendenentwicklung historisch letzten 20 Jahre
Blicken wir doch zuerst einmal auf dier Periode 1990-1994 im Vergleich zu 1995-99. Wie hat sich die Dividende entwickelt ? mit welchem jährlichen Dividendenwachstum konnte man in der Vergangenheit für die Energie und Versorgeraktien rechnen ?
Dividendenwachstum Energieaktien 1990 bis 1999
| Dividenden Wachstum 1990-94 zu 1995-99 | % jährlich | jährliche Dividende |
|---|---|---|
| Gas NATURAL Fenosa S.A. | 19,33% | ja |
| EON AG | 9,46% | ja |
| EVN AG | 8,15% | ja |
| GDF Suez SA | 7,54% | ja |
| RWE AG | 6,17% | ja |
| ENEL S.A. / Endesa S.A. | 0,29% | ja |
Das sieht doch sehr ordentlich aus. Die Gas Natural führt unangefochten mit einem jährlichen Anstieg der Dividende von fast 20%. Die Dividenden in der Periode 1990-1994 bei der Gas Natural addierten sich auf insgesamt100 spanische Peseten je Aktie.
In der Periode 1995-1999 schüttete die Gas Natural bereits addiert 242 Peseten je Aktie aus. Damit konnte die Inflation locker geschlagen werden.
Diese Wachstumszahlen haben sich natürlich auch auf den Aktienkurs der Gas Natural Aktie ausgewirkt. Beispielhaft führe ich die Entwicklung einmal für die Gas Natural Aktie auf.
Der Aktienkurs je Gas Natural Aktie betrug in 1990 durchschnittlich 1105 Peseten. Bereits Ende 1998 lag der Aktienkurs je Gas Natural Aktie bei 12.000 Peseten. Der Gas Natural Aktionär konnte sich 10 Jahre lang über eine Dividende freuen die fast "täglich" gestiegen ist (bildlich gesprochen) und gleichzeitig konnte sich der Aktionär über Kursgewinne von durchschnittlich 28% jährlich freuen. In jedem Jahr wurde eine Dividende gezahlt. In fast jedem Jahr wurde die Dividende erhöht.
Dieses Bild der Dividendenstabilität findet sich bei allen hier fundamental analysierten Aktien. Jede der hier analysierten Versorgeraktien schüttete in den letzten 20 Jahren j ä h r l i c h Ihre Dividende aus, die Dividenden sind nie ausgefallen und die Dividenden sind bei allen Unternehmen im Periodenvergleich immer gestiegen.
Dem theoretischen Ideabild einer Witwen und Waisenaktie wird die Gas Natural Aktie mehr als gerecht. Wer diesen Blog von Anfang an mitliest, wird sich an zahlreiche Fundamentalanalysen in diesem Blog erinnern, bei denen weltbekannte Unternehmen alle 3-4 Jahre Ihre Dividenden massiv kürzen müssen oder gar ausfallen lassen. Die Versorgeraktien spielen da in einer ganz anderen Liga. Egal ob Rezession, Aktiencrash, Ölkrise, Schweinepest und Co. - die Dividenden wurden immer gezahlt.
Wie sah es in der Periode 2002-2006 im Vergleich zu 2007-2011 mit dem Dividendenwachstum aus ?
Dividendenentwicklung Versorgeraktien 2002-2011
| Wachstum Dividende 2002-06 zu 2007-11 | % Wachstum | jährliche Dividende |
|---|---|---|
| RWE AG | 12,50% | ja |
| GDF Suez SA | 10,54% | ja |
| EVN AG | 8,62% | ja |
| Gas NATURAL Fenosa S.A. | 6,69% | ja |
| EON AG | 4,59% | ja |
| ENEL S.A. / Endesa S.A. | -6,69% | ja |
Fast das gleiche Bild auch im Zeitraum 2002 bis 2011. Alle Dividenden sind in der 2007-2011 Periode deutlich höher als in der Vorgängerperiode 2002 bis 2006. Die Aktienanalyse für die RWE Aktie, die Aktienanalyse der EON Aktie und alle anderen zeigt das gleiche Ergebnis. Die Dividenden werden immer gezahlt, steigen regelmässig und sind sehr stabil. Bei der Dividende für das Geschäftsjahr 2011 bin ich bei der EON und RWE bereits von einer 50% niedrigeren Dividende als für das Geschäftsjahr 2010 ausgegangen.
Die Enel Aktie ist dabei die berühmte Ausnahme von der Regel. Die Enel Aktie zahlte in den letzten 10-20 Jahren immer eine Dividende und es kam nie zu einem Dividendenausfall. Nur mit dem Wachstum der Dividende hat es etwas gehapert bei der Enel Aktie. Auch ein Enel Aktionär konnte sich im Grunde genommen nicht beschweren. Die Dividendenrendite der letzten 10 Jahre war auch bei der Enel Aktie, trotz mangelndem Dividendenwachstum, immer noch ordentlich.
Historische Cashflowmargen Versorgeraktien
Entwicklung der historischen Cashflows bei internationalen Energieunternehmen im langfristigen Vergleich
Nachfolgend die Auflistung der historischen Cashflowmargen für die hier fundamental analysierten Versorgeraktien für den Zeitraum 1990 bis 2011. Wir wollen feststellen ob die Cashflows stabil sind. Stabile Cashflows sind unabdingbare Voraussetzung für Witwen und Waisenpapiere = Dividendenpapiere.
Die erste Übersicht zeigt alle Unternehmen und alle Perioden kompakt in einer Tabelle. Auf eine Sortierung wurde verzichtet.
| Cashflowmarge in Periode | 1990-1994 | 1995-1999 | 2002-2006 | 2007-2011 |
|---|---|---|---|---|
| Gas Natural | 23,02% | 18,58% | 13,54% | 16,12% |
| EON | 11,28% | 11,58% | 11,44% | 9,66% |
| RWE | 15,06% | 16,24% | 13,16% | 12,88% |
| ENEL | 31,78% | 33,52% | 17,50% | 14,48% |
| GDF Suez | 7,72% | 9,02% | 12,12% | 13,66% |
| EVN | 22,14% | 28,22% | 19,86% | 13,84% |
| Durchschnitt Cashflow Margen | 18,50% | 19,50% | 14,60% | 13,44% |
Die weiteren Tabellen zeigen die jeweilige Periode die nach dem Unternehmen mit der höchsten Cashflowmarge sortiert wurde:
| Höchste Cashflow in Periode | |||
|---|---|---|---|
| Cashflowmarge in Periode | 1990-1994 | Cashflowmarge in Periode | 2002-2006 |
| ENEL | 31,78% | EVN | 19,86% |
| Gas Natural | 23,02% | ENEL | 17,50% |
| EVN | 22,14% | Durchschnitt Cashflow Margen | 14,60% |
| Durchschnitt Cashflow Margen | 18,50% | Gas Natural | 13,54% |
| RWE | 15,06% | RWE | 13,16% |
| EON | 11,28% | GDF Suez | 12,12% |
| GDF Suez | 7,72% | EON | 11,44% |
| Cashflowmarge in Periode | 1995-1999 | Cashflowmarge in Periode | 2007-2011 |
| ENEL | 33,52% | Gas Natural | 16,12% |
| EVN | 28,22% | ENEL | 14,48% |
| Durchschnitt Cashflow Margen | 19,50% | EVN | 13,84% |
| Gas Natural | 18,58% | GDF Suez | 13,66% |
| RWE | 16,24% | Durchschnitt Cashflow Margen | 13,44% |
| EON | 11,58% | RWE | 12,88% |
| GDF Suez | 9,02% | EON | 9,66% |
Der Durchschnitt zeigt an, daß die Cashflowmargen im ganz langfristigen Vergleich am sinken sind. Der langfristige Durchschnittswert beim Cashflow der im Jahr 1990 bis 1994 noch bei 18,50% für alle analysierten Aktien und Unternehmen betrug fällt in der Periode 2007-2011 auf 13,44% Cashflowmarge. Die übliche langfristige Cashflowrendite für die Energiebranche liegt zwischen 10% bis 18%. Über alle Branchen betrachtet ist das weder viel, noch wenig. Im Gegensatz zur Aktienanalyse der Konsumwerte zeigt sich hier schon, daß die damals analysierten Konsumaktien (zumindest die amerikanischen) Ihre Cashflows im Laufe von 25 Jahren erhöhen konnten. Das gelingt den Energieriesen nicht. Die Periode 2007-2011 fällt mit dem Crash und der Rezession an den Weltmärkten deutlich nach unten ab im langfristigen Vergleich. Für die Zukunft kann daher von steigenden Margen ausgegangen werden.
Als Gewinner in allen 4 Perioden kristallieren sich ENEL, Gas Natural und EVN heraus. Diese 3 halten über 20 Jahre lang beständig die ersten drei Positionen. Das kann man sich doch schon mal im Hinterkopf behalten.
Bei allen analysierten Aktien steigen die Cashflows im Periodenvergleich. Was die Übersicht der Dividenden, die wir vorher ja schon analysiert hatten, bereits gezeigt hat. Auch in den Jahren, sehr wenige!, in denen ein bilanzieller Verlust erzielt wurde, wurde die Dividende bei allen Aktien in der Regel trotz Bilanzverlust gezahlt.
Kennzahlen Eigenkapitalrendite Versorgeraktien 1990 - 2011
Bei der Kennzahl ROE sticht die RWE Aktie und die EON Aktie ab dem Jahr 2003 mit einer besonders hohen Eigenkapitalrendite hervor. Eine Enel bleibt bei der Eigenkapitalrendite über den Zeitraum 1990 bis 2011 fast stabil. Bei der GDF Suez kann in den Jahren ab 2000 die Aktie ebenfalls eine höhere Eigenkapitalrendite als in den Jahren 1990 bis 2000 zeigen. Bis auf die EVN im Jahr 99 und GDF Suez im Jahr 2002, als die Eigenkapitalrendite rechnerisch auf unter Null sinkt, schreiben alle Aktien regelmässig Gewinne. Der Vergleich der Kennzahl Eigenkapitalrendite zeigt, daß die Aktien (Unternehmen) mehr oder weniger dicht beieinander liegen. Im 20 Jahreschart der Eigenkapitalrendite zeigt sich für mich auch eine Art "Mean Reversion". Was bedeutet, daß ganz tiefe Eigenkapitalrenditen oder ganz hohe Eigenkapitalrenditen irgendwann wieder zu Ihrem Durchschnitt zurückkehren. Alle Unternehmen operieren in einer Bandbreite in der die Eigenkapitalrendite im Vergleich zum Durchschnitt maximal 10 Prozentpunkte abweicht. Beispiel wäre hier die Gas Natural die im Jahr 1990 eine ROE von 11% hat die im Jahr 1995 auf 13,6% steigt, kurz abfällt und im Jahr 2002 mit 20,2% Eigenkapitalrendite ein Hoch erreicht. Im Jahr 2003 liegt die ROE bereits deutlich tiefer mit 13,2%. 2009, 2010 und 2011 bewegt sich die ROE bei der Gas Natural um die 11%. Bei diesem Beispiel wird vielleicht deutlich was ich mit der Rückkehr zum Durchschnitt meine (Reversion to the Mean) meine. Die Reversion to the Mean ist ein Phänomen was uns noch öfter in der Finanzwelt begegnen wird.
Fundamentalanalyse Versorgeraktien Eigenkapitalquoten 1990 bis 2011
Fast alle analysierten Unternehmen sind solide finanziert. Die Eigenkapitalquote je Aktie reicht von durchschnittlich 16,88 % bei der RWE Aktie bis hin zu sehr hohen 46,65% bei der EVN Aktie. Bei der Gas Natural Aktie ist zu sehen, daß das Eigenkapital von 1990 bis 2011 stetig gesunken ist, diese Feststellung hat leider nur eine begrenzte Aussagekraft da die Eigenkapitalquote in 1990 bis 1994 sehr hoch war. Bei der RWE lässt sich erkennen, daß die RWE dauerhaft sehr wenig Eigenkapital eingesetzt hat.
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| Equity-Ratio |
Ein Gesamtbild ergibt sich jetzt wenn wir die Grafik der Eigenkapitalrenditen mit der Grafik der Eigenkapitalquoten vergleichen. Trotz vergleichsweise geringen EK-Anteil hat die RWE dies nicht in entsprechend hohen ROE / Ertrag aufs Eigenkapital umsetzen können. Erst ab 2005 bis 2010 kann die RWE Aktie die höchste ROE von allen Versorgern vorweisen.
Die durchschnittliche Eigenkapitalquote von 1990 bis 2011 für die hier analysierten Aktien sieht wie folgt aus:
| Durchschnitt Eigenkapitalquote 1990 bis 2011 | % |
|---|---|
| EVN Aktie | 46,65 |
| Gas Natural Aktie | 42,95 |
| ENEL Aktie | 33,3 |
| EON Aktie | 29,3 |
| GDF Suez Aktie | 24,29 |
| RWE Aktie | 16,84 |
KUV EON Aktie, KUV RWE Aktie, KUV Gas Natural Aktie, KUV Enel Aktie, KUV EVN Aktie
Die Grafik zeigt die Entwicklung der historischen Kurs/Umsatzverhältnisse für den Zeitraum 1990 bis in das Jahr 2011. Über diesen über 20 jährigen Zeitraum ist zu sehen, daß die KUV der Aktien, wie soll es anders sein, regelmässig hoch bewertet sind und ebenso regelmässig wieder auf ein niedrigeres KUV Niveau zurückfallen. Die Blase 1998/1999/2000 ist auch in den hier analysierten langweiligen Old Economy Aktien gut zu erkennen. In der Tat kann man feststellen, daß alle hier analysierten Aktien Ihre hohe Bewertung aus der KUV Perspektive im Jahr 1999 eine lange Zeit nicht mehr gesehen haben. Wer im Jahr 2000 zu Höchstkursen eingestiegen ist, hat diese Höchstkurse bei einigen Aktien erst im Jahr 2008 wieder gesehen. Auch die reichlich geflossenen Dividenden helfen da nur bedingt wenn man fast 10 Jahre auf seinen Einstiegskurs warten muss.
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| Price/Sales Ratio Energystocks |
Bitte schaut Euch zu der Grafik auch die Tabellenform an. Es wird deutlich erkennbar wie teuer die Aktien generell in 99/2000 waren. Es wird auch erkennbar wie teuer die Aktien in 2007/2008 waren, im Vergleich zu dem 20 jährigen historischen Kurs-Umsatzverhältnis. Wer sich an dem Kurs/Umsatzverhältnis orientiert hat, hatte in 99/2000 und auch in 2007/2008 bei den meisten Aktien gute Anhaltspunkte für eine bevorstehende Korrektur. Ebenso ist zu erkennen ab welchem Niveau die Aktien wieder billig sind.
Gute Einstiegszeitpunkte am KUV ablesen
Bei der EVN Aktie erwiesen sich KUV von um die 0,7 als tragfähig in den letzten 20 Jahren für einen Einstieg und Basis für einen neuen Aufschwung. Bei der Gas Natural Aktie war alles über einem KUV von 2,5 und erst Recht von 3,0 sehr gefährlich, ein KUV von jetzt um die 0,7 gab es in den letzten 20 Jahren nicht bei der Gas Natural Aktie. Bei der EON und RWE Aktie wird es ab einem KUV von um die 1,0 bereits gefährlich wie die letzten 20 Jahre zeigen, bei einem KUV von unter 0,5 hat es sich bisher immer gelohnt einen Blick auf die RWE und EON zu werfen.
| KUV Versorger 1990 – 2011 | 90 | 91 | 92 | 93 | 94 | 95 | 96 | 97 | 98 | 99 | 0 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN Aktie | 0,93 | 0,70 | 0,70 | 1,03 | 1,30 | 1,07 | 1,40 | 1,50 | 1,80 | 1,66 | 1,36 | 1,28 | 1,47 | 1,38 | 1,38 | 1,06 | 1,65 | 1,61 | 1,15 | 0,74 | 0,72 | 0,73 |
| Gas Natural Aktie | 2,08 | 2,36 | 2,63 | 1,77 | 1,75 | 1,83 | 2,70 | 2,45 | 2,79 | 3,74 | 1,80 | 1,53 | 1,61 | 1,39 | 1,46 | 1,20 | 1,18 | 1,66 | 1,00 | 0,92 | 0,70 | 0,72 |
| ENEL Aktie | 1,01 | 1,05 | 1,26 | 2,01 | 2,14 | 1,81 | 1,61 | 2,25 | 2,29 | 2,40 | 2,00 | 1,47 | 1,11 | 1,02 | 1,18 | 1,27 | 1,13 | 1,14 | 0,60 | 0,58 | 0,49 | 0,62 |
| EON Aktie | 0,33 | 0,25 | 0,27 | 0,34 | 0,38 | 0,40 | 0,55 | 0,68 | 0,81 | 0,37 | 0,46 | 1,03 | 0,87 | 0,59 | 0,79 | 0,89 | 0,95 | 1,13 | 0,79 | 0,57 | 0,58 | 0,47 |
| GDF Suez Aktie | 0,38 | 0,28 | 0,27 | 0,28 | 0,29 | 0,27 | 0,31 | 0,18 | 0,99 | 0,93 | 0,92 | 0,77 | 0,51 | 0,36 | 0,45 | 0,58 | 0,93 | 1,10 | 0,85 | 0,81 | 0,71 | 0,62 |
| RWE Aktie | 0,43 | 0,39 | 0,45 | 0,51 | 0,46 | 0,48 | 0,55 | 0,77 | 0,9 | 0,53 | 0,45 | 0,75 | 0,4 | 0,32 | 0,48 | 0,73 | 1 | 1,13 | 0,83 | 0,64 | 0,59 | 0,37 |
Generell kann man sagen, daß die Versorgeraktien bei einem KUV von aktuell um die 0,5 in 2011 im 20 jährigen Vergleich eher günstig bewertet sind. Es kann kaum noch billiger werden. Ein Euro Umsatz wird zur Zeit bei einer RWE mit 0,37 Eurocent bewertet. Bei einer EON Aktie zahlen wir für einen Euro Umsatz nicht einmal 0,50 Eurocent. So günstige Bewertungen für diese Aktien haben wir zuletzt 1991 und 2003 gesehen. Wann immer die Aktien auf diesem tiefen Bewertungsniveau angekommen sind war ein Boden gefunden und die nächsten Jahre ging es sowohl mit den Aktienkursen als auch mit den Bewertungen wieder bergauf.
Diese Fundamentalanalyse zeigt, daß eine ganze Branche in der Gunst der Anleger gesunken ist. EON und die RWE Aktie mögen zur Zeit besondere Schwierigkeiten haben (bedingt durch die Politik), andere Aktien wie z.B. Gas Natural haben dagegen fast nichts mit Atomkraft zu tun. Bei den aktuellen Aktienkursen, Stand 17. Juni 2011, ist von Gier keine Spur zu sehen. Diese Kennzahlenanalyse zeigt, daß die Aktien zur Zeit so billig sind wie seit 1990 nicht mehr. Das Kurs/Umsatzverhältnis liegt bei einigen hier vorgestellten Aktien um 50% unter dem langfristigen Durchschnitt. Ist die Angst und Panik der Aktionäre und der Börse berechtigt ? Sind solche Abschläge bei den hier analysierten Aktien gerechtfertigt ?
Kurs-Buchwert-Verhältnis Fundamentalanalyse
Aktienbewertung Versorgeraktien 1990 - 2011 nach dem Kurs-Buchwert-Verhältnis. Sind die Aktien historisch billig ? Ist das KBV ein guter Indikator für den Aktienkauf ?
Für die Berechnung der Aktienkennzahlen KUV, KBV usw. wurden die Aktienschlusskurse des XETRA Handels vom 17.06.2011 verwendet. Bei der Gas Natural Aktie habe ich zum Teil die Schlusskurse an der Börse Madrid für die Berechnung hergenommen.
| Durchschnitt der Kurs-Buchwert-Verhältnisse 1990-2011 | |
|---|---|
| Kennzahlanalyse KBV | 1990-1994 |
| EVN Aktie Kurs-Buchwert | 80,00% |
| Gas Natural Aktie Kurs-Buchwert | 179,00% |
| ENEL Aktie Kurs-Buchwert | 160,00% |
| EON Aktie Kurs-Buchwert | 119,00% |
| GDF Suez Aktie Kurs-Buchwert | 127,00% |
| RWE Aktie Kurs-Buchwert | 159,00% |
| Kennzahlanalyse KBV | 1995-1999 |
| EVN Aktie Kurs-Buchwert | 136,00% |
| Gas Natural Aktie Kurs-Buchwert | 273,00% |
| ENEL Aktie Kurs-Buchwert | 191,00% |
| EON Aktie Kurs-Buchwert | 141,00% |
| GDF Suez Aktie Kurs-Buchwert | 80,00% |
| RWE Aktie Kurs-Buchwert | 224,00% |
| Kennzahlanalyse KBV | 2000-2004 |
| EVN Aktie Kurs-Buchwert | 133,00% |
| Gas Natural Aktie Kurs-Buchwert | 218,00% |
| ENEL Aktie Kurs-Buchwert | 200,00% |
| EON Aktie Kurs-Buchwert | 127,00% |
| GDF Suez Aktie Kurs-Buchwert | 145,00% |
| RWE Aktie Kurs-Buchwert | 195,00% |
| Kennzahlanalyse KBV | 2005-2009 |
| EVN Aktie Kurs-Buchwert | 100,00% |
| Gas Natural Aktie Kurs-Buchwert | 205,00% |
| ENEL Aktie Kurs-Buchwert | 171,00% |
| EON Aktie Kurs-Buchwert | 141,00% |
| GDF Suez Aktie Kurs-Buchwert | 132,00% |
| RWE Aktie Kurs-Buchwert | 278,00% |
| Kennzahlanalyse KBV | 2010-2011 |
| EVN Aktie Kurs-Buchwert | 67,50% |
| Gas Natural Aktie Kurs-Buchwert | 101,00% |
| ENEL Aktie Kurs-Buchwert | 78,00% |
| EON Aktie Kurs-Buchwert | 102,00% |
| GDF Suez Aktie Kurs-Buchwert | 79,50% |
| RWE Aktie Kurs-Buchwert | 184,00% |
Das aktuelle Kurs-Buchwert-Verhältis lautet per 17.06.2011 bei den aktuellen Aktienkursen :
Fundamentalanalyse GDF Suez AG Aktie 17.06.2011 Schlusskurs XETRA 24,72 €. Die GDF Suez Aktie hat ein aktuelles KBV von 0,76. Auch die GDF Suez Aktie hat aktuell im Juni 2011 ein historisch sehr niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis.
Fundamentalanalyse ENEL AG Aktie 17.06.2011 Schlusskurx XETRA 4,53 €. Die Enel Aktie hat ein aktuelles KBV von 0,88 und ist damit nach dem Kurs-Buchwert-Verhältnis so günstig wie seit über 20 Jahren nicht mehr.
Fundamentalanalyse RWE AG Stamm Aktie 17.06.2011 Schlusskurs XETRA 37,91 €. Die RWE Aktie hat ein aktuelles KBV von 1,46 und ist damit im Vergleich zu den anderen Versorgeraktien aus dieser Aktienanalyse historisch nicht ganz so günstig bewertet.
Fundamentalanalyse EVN AG, ISIN: AT0000741053 Aktie 17.06.2011 Schlusskurs XETRA 12,24 €. Die EVN AG Aktie hat ein aktuelles Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,7. Das aktuelle KBV ist ca. 30% unter dem 20 jährigen Durchschnitt.
Fundamentalanalyse EON AG, ISIN: DE000ENAG999 Aktie 17.06.2011 Schlusskurs XETRA 19,26 €. Die EON Aktie weist mit einem aktuellen KBV von 0,9 die günstigste Bewertung unter dem Gesichtspunkt des Kurs-Buchwert-Verhältnisses seit über 20 Jahren auf.
Fundamentalanalyse Gas Natural Aktie, ISIN ES0116870314 Aktie 17.06.2011 Schlusskurs Börse Madrid 13,78 €. Die Gas Natural Aktie hat Mitte Juni 2011 ein KBV von knapp unter 1. Dieses niedrige Bewertung des Eigenkapitals nach dem Kurs-Buchwert-Verhältnis der Gas Natural Aktie wurde nur im Jahr 2010 und 2011 erreicht. Im langfristigen Durchschnitt lag das KBV der Gas Natural Aktie zwischen 1,4 bis 2,2.
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis zeigt bei fast allen Aktien, große Ausnahme ist die RWE Aktie, eine deutliche Unterbewertung im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt an. Die Energieaktien werden zur Zeit zwischen 20 bis 40% unter Ihren langfristigen KBV gehandelt.
Die GDF Suez Aktie und die EVN Aktie werden mit einem Abschlag zu Ihren Buchwerten von inzwischen fast 30% gehandelt. Ich gehe nicht davon aus, daß die Strombranche in naher Zukunft (d.h. in den nächsten 20-50 Jahren) viel von Ihrer Bedeutung verlieren wird. Stromnetze, Stromversorgung, Stromerzeugung sind alles Notwendigkeiten ohne die eine moderne Volkswirtschaft nicht überleben kann.
Die hier vorgestellten Stromversorger sind milliardenschwere Branchenführer mit milliardenschweren Investitionen in diesen Bereichen. Auch bei den in den letzten 4 Wochen arg gebeutelten RWE und EON Aktien ist es so, daß keines dieser beiden Unternehmen mehr als 30% der Gewinne und der Umsätze aus der Atomkraft zieht. Die GDF Suez ist da schon ein bisschen mehr in Atomkraft unterwegs. Für die anderen Aktien gilt meiner Meinung nach, daß die Stromnetze, die Gasgeschäfte, die Kohlekraftwerke, die Verbindungen und Beziehungen ganz tief in die Deutsche Volkswirtschaft hinein, die Investitionen (milliardenschwer) in Solar/Windkraft usw. und andere Energiequellen nach wie vor ein sehr werthaltiges Business darstellen. Es handelt sich hierbei nicht um Klitschen mit fragwürdigem Geschäftsmodell. Das Hin und Her wegen der Atomkraft ändert nicht viel an der Situation, die meiner Meinung nach fundamental immer noch sehr gut ist.
Die hier analysierten Aktien sind jetzt teilweise zu 30% unter dem Buchwert zu kaufen. Ich halte das für eine klare Übertreibung nach unten. Die Abschreibungen auf die Atomkraftwerke wurden bereits vorgenommen, es sind daher keine Belastungen mehr zu erwarten falls die Bundesregierung mit Ihrer Hauruck Politik durchkommen sollte. Im anderen Fall, daß die Atomkraftwerke irgendwann doch wieder an das Netz gehen, winken zusätzliche Milliardengewinne für die Energieaktionäre die jetzt auf keiner Rechnung stehen.
Sollten die Atomkraftwerke aus bleiben halte ich einen 30% Abschlag zum Buchwert bereits für übertrieben. Einige der Aktien haben fast gar nichts mit Atomkraft zu tun und sind ebenfalls deutlich im Wert zurückgekommen. Das Verhältnis Preis und Wert hat sich durch die Kursverluste dramatisch verbessert. Der innere Wert dieser Aktien hat sich kaum verändert, nur der Aktienkurs hat sich zum Teil um mehr als 50% in den letzten Monaten nach unten bewegt.
Die aktuellsten Konsensus Schätzungen der Aktien-Analysten aus den Banken zeigen (nicht das wir da viel drauf geben sollten), daß die Gewinne nicht so dramatisch einbrechen werden wie es die Aktienkurse anzeigen. Auch die Dividenden sind weitestgehend abgesichert. Es ist mit Abschlägen von 20% bis 30% auf die Dividendenzahlungen bei EON und RWE zu rechnen. Einen Totalausfalll sehe ich mit Stand Ende Juni 2011 nicht. Und selbst bei einem Totalausfall der Dividende sind die Unternehmen mehr wert als der aktuelle Aktienkurs anzeigt. In der Berechnung des fairen Wertes nach den gängigen Bewertungsverfahren werde ich einen 20% bis 30% Abschlag auf die Gewinne der nächsten Jahre vornehmen.
Margin of Safety - Valueanalyse
Aktien analysieren mit dem Dividenden Diskont Modell und Discounted Cashflows
Berechnung des fairen Wert je Aktie nach dem DDM (Dividenden Diskont Modell)
Bei dieser Aktienanalyse werde ich für die die Bestimmung des fairen Wertes je Aktie zum einen mit dem Dividenden Diskont Modell arbeiten und zum anderen die klassische Vorgehensweise übre das Discounted Cash Flow Modell. Salopp formuliert wird es am Ende gehopst wie gesprungen sein. Die günstigsten Aktien nach dem DDM sollten auch nach dem Vergleich über das DCF Verfahren am günstigsten aussehen, zumindest theoretisch. Um die Theorien die dahinter stecken besser zu verstehen oder zu vertiefen lohnt es sich noch einmal genauer beim Discounted Cash Flow Verfahren und dem Dividend Discount Model nachzulesen. Dort finden sich weitere Beispiele und Erklärungen für diese beiden Methoden.
Ich werde jeweils ein optimistisches Szenario für die Cashflow und Dividendenentwicklung entwerfen und ein pessimistisches Szenario. Ausgangsbasis stellen die aktuellen Konsensschätzungen der Analysten dar (Stand Ende Juni 2011). Da es sich bei den Versorgeraktien durchweg um Indexschwergewichte handelt liegen von allen Aktien aus dieser Fundamentalanalyse mehr als 30 regelmässig aktualisierte Aktien-Analystenschätzungen der Banken und Broker vor.
Inputparameter Dividenden Diskont Modell
Die Analyse nach dem Dividenden Diskont Modell erfolgt nach dem zweistufigen Modell. Die Renditeforderung die ich annehme beträgt 8% im optimistischen Szenario und 10% im pessimistischen Szenario.
Parameter für die DCF Berechnung
Im Discounted Cash Flow Verfahren verwende ich die folgenden Annahmen : Cashflowwachstum in den ersten 10 Jahren liegt bei 5% jährlich, danach nehme ich ein ewiges Cashflowwachstum von 2% jährlich bis theoretisch unendlich an (in diesem Fall nur bis 2025). Als Diskontrate verwende ich 10% im pessismistischen Szenario und 8% im optimistischen Szenario. Ich nehme nur den Terminal Value im Jahr 2025 her und wir tuen einfach so als ob wir das Investment dann liquidieren. Dem ist in der Praxis natürlich nicht so. Aktien stellen theoretisch und sehr oft in der Praxis ewige Investments dar. Es ist davon auszugehen, daß die RWE und EON auch weit über das Jahr 2025 hinaus noch Gewinne und Umsätze erzielen werden. Auch hier also so etwas wie eine kleine Sicherheitsmarge.
Die Margin of Safety sollte damit ausreichen groß sein. Ich verwende zum einen 30% niedrigere Dividenden, Cashflow und Gewinnannahmen als die jeweiligen Analysten im Durchschnitt annehmen und diskontiere mit einem recht hohen Zinssatz von 8% bzw. 10% ab.
Die Umlaufrendite beträgt am 29.06.2011 nur 2,70%. Die Rendite für 10 jährige Bundesanleihen liegt am 29 Juni 2011 bei 2,99%. Die aktuelle Rendite des Barclays Capital Euro Corporate Bond Index, Duration (Laufzeit) der Anleihen in dem Index ist aktuell 4,99 Jahre, liegt am 29. Juni 2011 bei einer effektiven Rendite von 4,01%. Mit 2,70%, 2,99% und 4,01% sind wir damit weit unter den in der Fundamentalanalyse verwendeten Zinssätzen von 8% bzw. 10%. Ich weiss noch nicht wie nachher die Ergebnisse aussehen werden. Falls eine Aktie nicht sehr überzeugend aussieht dann vergesst bitte nicht, daß wir eine doppelte Margin of Safety eingebaut haben. Zum einen 30% niedrigere Annahmen als die Analysten und zum anderen relativ hohe Zinssätze. Wenn es zu sehr übertrieben wird mit der Sicherheitsmarge kommen wir nie dazu eine Aktie zu kaufen. Wenn Ihr versteht was ich meine...
Discounted Cash Flow und Dividenden Diskont Modell für die GDF Suez Aktie
Für 2012 geht die Analystenzunft für die GDF Suez Aktie von einer Dividende je Aktie in Höhe von durchschnittlich 1,63 € aus. Der Cashflow soll laut der durchschnittlichen Analystenschätzung in 2012 bei 5,75 € je GDF Suez Aktie liegen. Mit 30% Abschlag ergibt sich für die Dividende ein Wert von 1,14 € und für den Cashflow ein Wert von 4,025 € je GDF Suez Aktie für 2012. Xetra Schlusskurs am 17.06.2011 24,72 € je GDF Suez Aktie.
Dividenden Diskont Modell Berechnung GDF Suez Aktie (1,14€)
innere Wert GDF Suez Aktie mit einer Renditeforderung von 8% : 14,25 € (Margin of Safety minus - 43%)
innere Wert GDF Suez Aktie mit Renditeforderung 10% : 11,40 €
Discounted Cash Flow Verfahren GDF Suez Aktie (4,025€)
innere Wert GDF Suez Aktie Diskont 8%: 49,16 € (Margin of Safety + 98%)
innere Wert GDF Suez Aktie Diskion 10%: 43,87 €
Hier ist das Bild nicht ganz eindeutig. Das DDM beschert uns eine negative Margin of Safety von minus 43 %. Mit dem DCF ergibt sich dann wieder eine MOS (Margin of Safety) von 98% für die GDF Suez Aktie.
DCF Verfahren und DDM Methode Enel Aktie
durchschnittliche Aktienanalystenschätzung Dividende 2012 ist 0,29 € je Aktie / Abschlag 30% 0,203 € Dividende
durchschnittliche Aktienanalystenschätzung Cashflow 2012 ist 1,26 € je Aktie / Abschlag 30% 0,882 € Cashflow
Enel Aktie XETRA Schlusskurs 17.06.2011 4,53 €
DDM Fundamentalanalyse Enel Aktie (0,203€)
intrinsischer Wert je Aktie bei Renditeforderung 8%: 2,53 € (Margin of Safety minus - 44,15%)
intrinsischwer Wert der Aktie bei einer geforderten Rendite von 10%: 2,03 €
Discounted Cash Flow Analyse Enel Aktie (0,882€)
innere Wert Enel Aktie Diskont 8%: 10,77 € (Margin of Safety + 137%)
innere Wert Enel Aktie Diskont 10%: 9,61 €
Das Dividenden Discount Model ergibt eine negative Marge von minus 44,15 % für die Enel Aktie. Bei der Betrachtung der Cashflows und der Auswertung über das DCF ergibt sich eine positive Margin of Safety von 137 % mit der Enel Aktie.
DCF und DDM für die RWE Stammaktie
Für das Jahr 2012 gehen die Aktienanalysten zur Zeit in Ihren Konsensschätzungen von einer Dividende je Aktie von durchschnittlich 4,95 € aus. Wenn ich von 4,95 € je Aktie Dividende 30% abziehe liege ich bei 3,465 € Dividende. Beim Cashflow gehen die Analysten in 2012 von 11,86 € je Aktie aus. Mit 30% Abschlag liege ich beim Cashflow in 2012 bei 8,30 € je RWE Aktie.
Dividenden Diskont Modell Berechnung RWE Aktie (3,465€)
faire Wert RWE Stammaktie bei Renditeforderung von 8% : 43,31 € (Margin of Safety zum aktuellen Aktienkurs + 14%)
faire Wert RWE Stammaktie bei einer gefordeten Rendite von 10%: 34,65 €
Discounted Cash Flow Verfahren für die RWE Aktie (8,30€)
faire Wert RWE Stammaktie bei Diskont 8%: 101,38 € (Margin of Safety + 167%)
faire Wert RWE Stammaktie bei Diskont 10%: 90,46 €
Berechnet wird der Endwert im Jahr 2025
Kurs RWE Stammaktie Aktie XETRA 17.06.2011 ist 37,91 €
Wie durch ein Wunder betrug der Schlusskurs im XETRA Handel am 17.06.2011 37,91 € je Stammaktie. Die RWE Aktie ist demnach kein Superschnäppchen, oder doch ? (die zweifache Margin of Safety nicht vergessen!). Auf keinen Fall könnte man jedoch sagen, daß die RWE Aktie zur Zeit zu teuer ist. Sie liegt sehr, sehr nahe am inneren Wert. Egal ob mit 8%, 10% oder sonstwie gerechnet. Ich habe die Sicherheitsmarge für die 8% Diskont jeweils ausgerechnet. Mit 14% Sicherheitsmarge über das DDM und satten 167% Margin of Safety beim DCF sieht die RWE Aktie sicher nicht teuer aus.
Discounted Cash Flow & Dividenden Diskont Modell Berechnung EVN Aktie
Konsensschätzung Analysten Dividende 2012 0,47 € je EVN Aktie. 30% Abzug = 0,329 € Dividende 2012 EVN Aktie.
Den Cashflow sehen die Aktienanalysten in 2012 bei durchschnittlich 2,81 € je Aktie. 30% = 1,967 € CF je EVN Aktie.
Dividend Discount Model EVN (0,329€)
fairer Wert EVN Aktie bei Renditeforderung 8% 4,11 € (Sicherheitsmarge minus - 66%)
innerer Wert EVN Aktie mit Renditeforderung 10% 3,29 €
DCF Analyse EVN Aktie (1,967€)
innere Wert EVN Aktie Diskont 8%: 24,03 € (Margin of Safety + 96%)
innere Wert EVN Aktie Diskont 10%: 21,44 €
Basis der Analyse ist der Kurs EVN Aktie XETRA Schluss 12,24 € am 17.06.2011. Nach dem DDM Modell ergibt sich kein fairer Aktienkurs und die Aktie scheint überbewertet. Mit der Discounted Cash Flow Valueanalyse ergibt sich eine satte Margin of Safety. Die Cashflows bei den Versorgern sind da.
Valueanalyse Dividenden Modell und DCF Analyse EON AG Aktie
Durchschnitt Analystenschätzung 2012 Dividende EON Aktie je 1,30 €. 30% Abschlag 0,91 € Dividende 2012 je EON Aktie.
Konsensschätzung Analysten 2012 Cashflow EON Aktie je 4,14 €. 30% Sicherheitsmarge 2,89 € Cashflow 2012 EON Aktie.
DDM EON Aktie (0,91€)
Renditeforderung 8% ergibt fairen Wert je EON Aktie 11,37 € (Sichheitsmarge minus - 40%)
Renditeforderung 10% ergibt einen intrinsischen Wert EON Aktie 9,10 €
DCF Analyse EON Aktie (2,89€)
innere Wert EON Aktie Diskont 8%: 35,29 € (Margin of Safety + 83%)
innere Wert EON Aktie Diskont 10%: 31,50 €
EON AG ISIN: DE000ENAG999 Basis der Aktienanalyse ist der XETRA Schlusskurs. Aktie 17.06.2011 Schlusskurs XETRA 19,26 €
Nach dem Dividenden Diskontmodell sieht die EON Aktie nicht investitionswürdig an. Auch hier wieder die große Frage ob mein doppelter Sicherheitsabschlag nicht etwas zuviel des Guten war. Die Aktienanalystenschätzungen für 2012 gehen im Hoch auf 1,63 € Dividende je EON Aktie, im Durchschnitt liegen die Analysten für 2012 Mitte Juni 2011 bei 1,30 € Dividende je Aktie und im Tief bei 1,00 € Dividende. Ich rechne mit 0,91 € und damit deutlich weniger als die schlechteste Analystenschätzung. Diese Feststellung trifft auf alle hier analysierten Aktien zu.
Discounted Cashflow und Dividenden Diskont Fundamentalanalyse der Gas Natural Aktie.
ISIN ES0116870314, Basis ist der Schlusskurs der Gas Natural Aktie vom 17.06.2011 an der Börse Madrid 13,78 €.
Konsensschätzung Analysten Dividende 2012 Gas Natural Aktie 0,91 € ergibt mit 30% Discount 0,63 €
Konsens Analysten Cashflow 2012 Gas Natural Aktie 3,01 € ergibt mit 30% Abschlag 2,10 €
Dividenden Diskont Modell Gas Natural Aktie (0,63€)
faire Wert Gas Natural geforderte Rendite 8%: 7,87 € (Margin of Safety minus - 42,88%)
innere Wert Gas Natural Renditeforderung 10%: 6,30 €
Discounted Cash Flow Analyse Gas Natural Aktie (2,10€)
faire Wert Gas Natural Aktie mit 8% Diskont: 25,65 € (Margin of Safety + 86,13%)
faire Wert Gas Natural Aktie mit 10% Diskont: 22,89 €
Auch bei der Gas Natural Aktie das gewohnte Bild. Nach dem Dividend Discount Model lohnt sich der Aktienkauf nicht. Nach der Discounted Cash Flow Analyse lohnt sich ein Aktienkauf trotz sehr hoher eingebauter Margin of Safety. Der Abschlag zum inneren Wert der Aktie beträgt wieder sehr hohe 86%.
Alle der hier analysierten Aktien sind echte Cash Flow Riesen. Die Dividende wird quasi mit links gezahlt. Es kommt sehr, sehr viel Geld in die Unternehmen rein. Es gibt natürlich hohe Abschreibungen, aber Abschreibungen sind kein Geld was die Tür verlässt. Es ist eine reine Buchhaltungsgeschichte. Die sogenannten Capex werden in der Regel ebenfalls aus dem Cashflow gezahlt. Die relativ hohe Verschuldungsquote bei den Energieaktien (aber nicht bei allen, z.B. die EVN Aktie hat viel Eigenkapital) muss daher kein Grund für Aufregung sein. Ich zumindest kann ruhig schlafen mit meinen Energieaktien im Depot. Nach den Kursverlusten in den letzten 3-4 Monaten bei RWE und EON kann ich noch viel besser schlafen.
Bei den meisten hier vorgestellten Versorgeraktien sind erhebliche stille Reserven in den Büchern. Angefangen von imposantem Grundstücksbesitz, über teilweise erhebliche Immobilienbestände bis hin zu tausenden Kilometer von Strom- und Gasleitungen, Verteilerstellen usw. All diese Investitionen werden nicht von heute auf morgen obsolet sein weil irgendein schlauer Student das next best thing erfindet. Strom und die Erzeugung von Strom ist eine Branche mit einem funktionierenden Geschäftsmodell, hohen und stabilen Gewinnen und einer glänzenden Zukunft (da alle Energierversorger auch die Energieriesen von Morgen sein werden in Sachen neue Energien). Daran wird auch der Atomzwischenfall und die Hauruckaktion der Bundesregierung nicht viel ändern. Und bitte vergesst meine doppelte Sicherheitsmarge hier nicht wenn Ihr meint, daß die Aktien auf diesem Preis/Wert Niveau nicht investierbar sind. Ich liege mit meinen Dividenden und Cashflow Schätzungen für das Jahr 2012 in der Regel unter der schlechtesten und niedrigsten Analystenschätzung, sicher ist sicher. Die Margin of Safety würde vermutlich Warren E. Buffett und Benjamin Graham erfreuen.
Wie immer gilt natürlich, daß jedes Aktieninvestment mit Risiken verbunden ist. Wer nicht mit 50% Kursverlust leben kann sollte die Finger ganz von Aktien lassen. Und jede Empfehlung auf eigene Gefahr. Ich bin nur ein Hobbybörsianer und kann es lange nicht mit den hochbezahlten Aktienanalysten der Banken aufnehmen....
Und jetzt freu ich mich auf eine rege Diskussion. Gebt einfach Eure Kommentare, Anregungen, Ergänzungen und Kritiken ab. Mit einer Antwort von mir kann es unter Umständen dauern, einfach nicht dran stören. Es gibt ja genug User hier die mit Antworten und Meinungen helfen können. Ich habe in dieser Aktienanalyse weitestgehend auf eine Wertung verzichtet und nenne keinen bzw. keine persönlichen Favoriten an dieser Stelle. Die Valueanalyse hier sollte Euch genug Zahlen geben um darauf eine eigene Meinung bilden zu können und dann eine Entscheidung treffen zu können. Viel Spaß noch.
Letzten Änderungen dieser Valueanalyse am 01. Juli 2011 / Endgültige Fertigstellung 01. Juli 2011 um 21:09 Uhr
| Gewinnrenditen 2010 in % | 2010 |
|---|---|
| EON AG Aktie | 12,5 |
| Gas NATURAL Fenosa S.A. Aktie | 12,15 |
| Endesa S.A. Aktie | 11,75 |
| RWE AG Aktie | 11,49 |
| EVN AG Aktie | 9,15 |
| GDF Suez SA Aktie | 8,25 |
| Veolia Enviironment S.A. (Vivendi S.A.) | 5,95 |









